MBB-Aktie legt weiter kräftig zu – das ist der Grund

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Im November 2020 hatte ich Ihnen zuletzt über die Aktie der deutschen Beteiligungsgesellschaft MBB berichtet. Seither legte das Papier um mehr als 30% zu. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Im November des vergangenen Jahres habe ich an dieser Stelle über die Aktie der mittelständischen Beteiligungsgesellschaft MBB berichtet. Zu dieser Zeit notierte die Aktie bei knapp 100 Euro. Heute – etwa 2 Monate später – notiert das Papier bereits bei über 130 Euro. Ich hoffe, dass der eine oder andere von Ihnen investiert ist.

Bevor wir gleich auf die Gründe für den weiteren Kursanstieg eingehen, möchte ich den Neu-Lesern noch einmal kurz das Unternehmen MBB vorstellen.

MBB im Portrait

Die MBB SE ist eine familiengeführte mittelständische Unternehmensgruppe, die seit ihrer Gründung im Jahr 1995 nachhaltig wächst. Kern des Geschäftsmodells ist die langfristige Wertsteigerung der einzelnen Unternehmen und der Gruppe als Ganzes.

MBB setzt in Sachen Wachstum auf drei Säulen. Die erste Säule ist das organische Wachstum. Hier investiert das Unternehmen in seine insgesamt sechs Beteiligungen. Die zweite Säule ist der Bereich „Buy & Build“. Das steht für den Kauf kleinerer Unternehmen für die MBB-Töchter.

Dieser Bereich ist bewusst von der dritten Säule – dem M&A-Geschäft (also dem Kauf neuer Beteiligungen) – abgegrenzt, da die Anforderungen hier ganz andere sind. In Sachen „Buy & Build“ erwirbt MBB neue kleinere Unternehmen für die bestehenden Töchter, die komplett mit finanziellen Mitteln der jeweiligen Tochter bestritten werden.

Aktuelle Kurstreiber

Kommen wir jetzt zu den aktuellen Kurstreibern: Im Jahr 2019 hat MBB den Energieinfrastrukturanbieter Friedrich Vorwerk mehrheitlich (zu 60%) erworben und wenig später das Unternehmen Bohlen & Doyen als Ergänzung zu Vorwerk gekauft.

Nun will MBB die Infrastrukturtochter Vorwerk an die Börse bringen und dürfte dabei eine phänomenale Rendite einfahren. Nach aktuellen Berichten befindet sich das MBB-Management bereits in konkreten Vorbereitungen für den Börsengang (IPO) von Vorwerk.

Bereits im 1. Halbjahr könnte das Unternehmen in Frankfurt an die Börse gehen, ist zu hören. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge darf MBB bei der Platzierung für Vorwerk auf einen Unternehmenswert von 800 Mio. Euro hoffen.

Und MBB hat neben Vorwerk noch weitere sehr interessante Tochter-Unternehmen im Beteiligungsportfolio. Dazu zählen die E-Mobilitäts-Tochter Aumann, die ebenfalls börsennotiert ist und in diesem Jahr vor einem Comeback stehen könnte, und die IT-Sicherheits-Tochter DTS, die 2022 der nächste Kandidat für einen Börsengang ist.

Ein Blick auf die MBB-Aktie

Schauen wir abschließend noch auf die MBB-Aktie, die im vergangenen Jahr ihr Corona-bedingtes Tief bei 43,35 Euro hatte und sich seither verdreifacht hat. Sie sehen das sehr schön im nun folgenden 1-Jahres-Chart zu MBB.

Quelle: www.aktienscreener.com/rolf-morrien

Bleibt die Frage, wie es weitergeht. Aus meiner Sicht ist der Weg bis mindestens 150 Euro frei. Wenn der Vorwerk-Börsengang ein großer Erfolg wird und die anderen MBB-Töchter sich weiterhin positiv entwickeln, sind auch höhere Kurse realistisch.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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