MBB Industries: Deutscher Mittelstand pur

Seit Montag befinde ich mich in der Banken- und Finanzmetropole Frankfurt am Main und besuche dort das „Deutsche Eigenkapitalforum“ (EKF). Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um die größte und wichtigste Analysten- und Investorenveranstaltung in Deutschland.

Das EKF findet in diesem Jahr zum insgesamt bereits 18. Mal statt. An zwei Tagen (gestern und heute) präsentieren sich im Rahmen dieser Veranstaltung rund 200 Unternehmen. Weiterhin werden insgesamt etwa 1.000 Analysten, Investoren und Journalisten anwesend sein.

Gestern habe ich Ihnen an dieser Stelle den Schmiermittelspezialisten Fuchs Petrolub vorgestellt, der sich in den vergangenen Jahren beeindruckend entwickelte und dessen Zukunftsperspektiven ebenfalls positiv sind. Heute möchte ich Ihnen ein Unternehmen vorstellen, das sich das Thema „Deutscher Mittelstand“ auf die Fahne geschrieben hat. Es handelt sich dabei um die Beteiligungsgesellschaft MBB Industries.

Die Geschichte von MBB Industries in Kurzform

1995 gründeten Gert-Maria Freimuth und Dr. Christof Nesemeier in Berlin die Nesemeier & Freimuth GmbH. Die Idee hierzu wurde bereits 1986 während ihres Studiums in Münster geboren. 1997 übernahmen beide mit ihrer Gesellschaft die MBB Gelma Industrieelektronik GmbH – eine frühere Tochter des Konzerns Messerschmitt-Bölkow-Blohm – von der Daimler-Benz Aerospace AG.

Fortan wurde das Kürzel MBB im Unternehmensnamen geführt. 2006 folgte der Börsengang und im Jahr 2008 der Wechsel in den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Gründer sind auch nach dem Börsengang mehrheitliche Eigentümer der Gesellschaft und besitzen derzeit noch rund 70% der MBB-Anteile.

Die drei Wachstumssäulen der MBB Industries

MBB Industries setzt in Sachen Wachstum auf drei Säulen. Die erste Säule ist das organische Wachstum. Hier investiert das Unternehmen in seine insgesamt sechs Beteiligungen. Die zweite Säule ist der Bereich „Buy & Build“. Das steht für den Kauf kleinerer Unternehmen für die MBB-Töchter.

Dieser Bereich ist bewusst von der dritten Säule – dem M&A-Geschäft (also dem Kauf neuer Beteiligungen) – abgegrenzt, da die Anforderungen hier ganz andere sind. In Sachen „Buy & Build“ erwirbt MBB neue kleinere Unternehmen für die sechs Töchter, die komplett mit finanziellen Mitteln der jeweiligen Tochter bestritten werden.

Die Beteiligungen der MBB Industries

Wie schon angesprochen, besitzt MBB sechs größere Tochterunternehmen. Es handelt sich dabei um die MBB Fertigungstechnik, Delignit, DTS, Hanke Tissue, CT Formpolster und OBO. Was genau die sechs Unternehmen machen, werde ich Ihnen morgen in einer Fortsetzung erläutern.

Ausblick: Morgen erfahren Sie an dieser Stelle alles Weitere über die MBB Industries AG. Selbstverständlich werde ich Ihnen im Rahmen dessen auch die jüngsten Zahlen ausführlich vorstellen und Ihnen eine Einschätzung zur MBB-Aktie geben.

26. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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