GEA: Das MDax-Unternehmen legt seine Quartalszahlen vor

Lesen Sie in diesem Beitrag des Experten Sebastian Grünewald, wie die aktuellen Quartalszahlen des MDax-Unternehmens GEA ausgefallen sind: (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Vor wenigen Tagen hat der im MDax notierte Konzern GEA aktuelle Quartalszahlen vorgelegt.

Bevor ich darauf im Detail eingehe, zunächst einige Worte zum Unternehmen und zu dessen Geschäftsmodell:

GEA im Portrait

GEA ist nach eigenen Angaben einer der größten System-Anbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie sowie für ein breites Spektrum weiterer Branchen mit einem Umsatz von rund 4,5 Mrd. € in 2016.

Die international tätige Technologiefirma konzentriert sich auf Prozesstechnik und Komponenten für anspruchsvolle Produktions-Verfahren in unterschiedlichen Endmärkten.

GEA generiert etwa 70% seines Umsatzes aus der langfristig wachsenden Nahrungsmittel- und Getränke-Industrie.

Zum 30. September 2017 (Ende des 3. Quartals) beschäftigte man weltweit rund 17.000 Mitarbeiter und zählt in seinen Geschäftsfeldern nach eigenen Angaben zu den Markt- und Technologieführern.

Aktuelle Quartalszahlen im Überblick

Im 3. Quartal 2017 erzielte der Anlagenbauer einen Auftrags-Eingang von 1,06 Mrd. €. Damit liegt dieser um 2,5% über dem Vorjahreswert.

Beim Umsatz kam GEA um 2,7% auf 1,13 Mrd. € voran. Wesentliche Wachstums-Impulse kamen dabei nach Firmenangaben aus den Applikationen Milchverarbeitung und Milchproduktion.

Einen deutlichen Umsatz-Anstieg verzeichneten die 3 Regionen Westeuropa, Naher Osten & Afrika sowie Lateinamerika und DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) & Osteuropa.

Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives EBITDA) stieg im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum um 7% auf 121 Mio. €.

Bereinigt um die darin berücksichtigten 14,5 Mio. € für weitere Zusatzkosten für Abfüll-Anlagen, lag das operative EBITDA im Berichts-Quartal bei 135 Mio. €.

Jürg Oleas, Vorstands-Chef von GEA, kommentiert die Quartalszahlen wie folgt:

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„Dank einer positiven Ergebnis-Entwicklung insbesondere der Business Area Solutions konnten wir im Berichts-Quartal beim operativen EBITDA trotz der Zusatzkosten für Abfüll-Anlagen wieder aufholen.

Hinsichtlich des operativen Jahres-Ergebnisses erwarten wir, eher am unteren Rand unseres Prognose-Korridors abzuschließen.“

Und weiter:

„Wir sind jedoch davon überzeugt:

Perspektivisch werden sich die eingeleiteten Maßnahmen und Struktur-Verbesserungen in Verbindung mit unserer strategischen Ausrichtung auf die langfristig wachsende Nahrungsmittel- und Getränke-Industrie positiv auswirken.“

Ähnlich optimistisch für die Zukunft von GEA ist der US-amerikanische Hedgefondsmanager Paul Singer, der vor wenigen Wochen bei GEA eingestiegen ist:

Warum Paul Singer bei GEA eingestiegen ist

Bei GEA sieht Singer einem Insider zufolge deutliches Potenzial bei der operativen Gewinnmarge; diese soll um 4 Prozentpunkte erhöht werden.

Damit würde das Mittelfrist-Ziel einer operativen Gewinnmarge von 13 – 16% erreicht werden. Zudem gebe es im Einkauf Spielraum für Optimierungen.

Und das laufende Aktienrückkauf-Programm könne von 450 Mio. € auf über 500 Mio. € ausgeweitet werden. Das alles würde dazu führen, dass die GEA-Aktie steigt.

Daher kam der Einstieg von Singer an der Börse gut an und sorgte am Tag des Bekanntwerdens seines Einstiegs für ein deutliches Kurs-Plus.

Meine Einschätzung: Wenn GEA zur alten operativen Stärke zurückfindet, sollte der Kurs der GEA-Aktie auf mittlere Sicht spürbar anziehen.

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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