Medigene-Aktie: Schlussspurt zum Jahresende

Die Aktie von Medigene hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Zum Jahresende scheint es noch einmal einen Schlussspurt zu geben. Hier mehr dazu: (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Nachdem die Biotechnologie-Werte im TecDAX in diesem Jahr einen rasanten Höhenflug erlebten (Evotec und Morphosys konnten 2017 um bis zu 85% zulegen), geht es nun endlich auch mit Medigene aufwärts:

Der Wert konnte in diesem Jahr bis zum Wochenauftakt gerade einmal knapp 10% zulegen. Alleine seit Montag konnte sich dieser Zuwachs immerhin fast verdoppeln.

Medigene im Unternehmens-Portrait

Die Medigene AG zählt zu den führenden biopharmazeutischen Firmen, das auf die Entwicklung von Tumor- und Krebs-Therapeutika spezialisiert ist.

Der Wert ist im TecDAX gelistet.

Und der Konzern, der knapp 100 Mitarbeiter beschäftigt, hat seinen Hauptsitz in Martinsried bei München.

Dabei entwickelt das Unternehmen innovative, komplementäre Therapie-Plattformen zur Behandlung von verschiedenen Krebs-Arten und -Stadien mit Projekten in der klinischen und präklinischen Testphase.

Partnerschaft besiegelt

Am Montag gab es eine Nachricht, die aufhorchen ließ:

Der Biotech-Konzern startete laut einer Mitteilung eine Partnerschaft mit RXi Pharmaceuticals zur weiteren Optimierung therapeutischer T-Zellen.

Alleine diese Meldung sorgte für einen Zuwachs im 2-stelligen Prozentbereich, da sich diese Partnerschaft langfristig positiv auf die Zahlen auswirken dürfte und die Entwicklungs-Kosten gedrückt werden.

Jüngste Quartals-Zahlen fielen gemischt aus

Bei den jüngsten Zahlen für das 3. Quartal gab es kein einheitliches Bild:

Die Erlöse stiegen um 40% auf knapp 2,3 Mio. €.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 36% auf –3,24 Mio. €.

Unter dem Strich gab es einen Verlust von 3,22 Mio. € – immerhin eine Verbesserung von 40% gegenüber dem Vorjahr.

Aber bis zur Gewinn-Zone scheint es noch ein weiter Weg…

Aufgrund des Verkaufs der US-Rechte des Medikaments Veregen an die amerikanische Fougera Pharmaceuticals, Inc., wurden dann die Finanz-Prognosen für das Gesamtjahr 2017 angehoben:

So erwartet man inzwischen

  • Umsätze in Höhe von 10,5 – 11,5 Mio. € anstelle der bisher prognostizierten 8 – 10 Mio. €,
  • einen EBITDA-Verlust von 14 – 15 Mio. € anstatt 16 – 18 Mio. €
  • und einen Barmittel-Verbrauch von 20 – 22 Mio. Euro anstatt der bisher angestrebten 23 – 27 Mio.  €.

Aktie bleibt sehr spekulativ

Mit diesen neuen Meldungen scheint der Konzern für die Herausforderungen der nächsten Zukunft erst einmal gewappnet und die Pipeline ausreichend gefüllt zu sein.

Wie es mit der Medigene-Aktie langfristig weitergehen wird, hängt in erster Linie von Forschungs-Erfolgen ab.

Im Vergleich zu den ebenfalls im TecDAX gelisteten Biotech-Werten MorphoSys und Evotec ist Medigene sicherlich das spekulativere Investment.

Dies unterstreicht auch die sehr volatile Kurs-Entwicklung im laufenden Jahr. Das sollten Sie bedenken, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, bei Medigene einzusteigen.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Sascha Mohaupt. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt