Medigene – Nichts für schwache Nerven

In den letzten Tagen, Wochen und Monaten erlebten die Anteilseigner des Biotech-Unternehmens Medigene ein Wechselbad der Gefühle:

Mal ging es steil bergab mit den Kursen, dann setzte eine kurzfristige und deutliche Erholung ein.

Inzwischen dürfte aber der Optimismus wieder die Überhand haben; der Konzern ist für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt.

Unternehmens-Portrait

Die Medigene AG ist ein Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München.

Den Schwerpunkt bildet dabei die Entwicklung hochinnovativer, komplementärer Therapie-Plattformen zur Behandlung von verschiedenen Krebs-Arten mit Projekten in der klinischen und präklinischen Testung.

Medigene konzentriert sich auf die Entwicklung personalisierter, T-Zell-gerichteter Immun-Therapien.

Dabei verfügt die Gesellschaft über 90 Mitarbeiter an den Standorten in Martinsried, San Diego und Washington, USA.

US-Politik belastete

Als Belastungsfaktor galten in den letzten Wochen auch die Signale aus Amerika.

Hier sorgten die Wahlversprechen des amerikanischen Präsidenten für Verunsicherung – inzwischen ist es diesbzgl. jedoch deutlich ruhiger geworden.

Von den Kursrückgängen von mehr als 30% gegenüber den Höchstständen vom Januar ist allerdings immer noch etwas zu merken.

So wurden noch zum Quartals-Auftakt Kurse von mehr als 15 € erzielt.

Studien sorgten zuletzt wieder für steigende Kurse

Rückenwind bekommt die Aktie jetzt durch Unternehmens-Nachrichten: So will der Konzern im laufenden Jahr wichtige Studien auf den Weg bringen.

Konzern-Angaben zufolge soll eine Studie auf Blutkrebs-Erkrankungen Klärung darüber liefern, welche Dosierung am wirksamsten zur Behandlung ist.

In der 2. Phase werde die erfolgreichste Dosierung mit Kontrollgruppen getestet.

Zudem könnte die Indikation dann auf andere, „feste“ Tumo-Aarten wie Leberkrebs ausgeweitet werden.

Bei solchen Nachrichten geraten die eher mäßigen Kennziffern fast in den Hintergrund: 2017 soll ein Umsatz in der Größenordnung von 8 – 10 Mio. € erzielt werden.

Dabei wird ein operativer Verlust (Ebitda) in Höhe von 16 – 18 Mio. € prognostiziert.

2016 stiegen die Erlöse um 43% auf 9,75 Mio. €, der v. a. durch den Verkauf einer Unternehmens-Tochter ermöglicht wurde.

Der Verlust unter dem Strich reduzierte sich um 27% auf 9,5 Mio. €.

Aktie im Aufwärts-Trendkanal

Aus charttechnischer Sicht hat der Wert in diesem Monat bei Notierungen um die 10 € ihren Boden gefunden und dabei die Unterstützungs-Linie getestet.

Zudem befindet sich der Wert in einem – seit rund 6 Monaten andauernden– Aufwärts-Trendkanal. Auch hier prallte der Wert zuletzt von der unteren Begrenzung ab.

Nur als spekulative Depot-Beimischung geeignet

Eines sollte Ihnen klar sein: Bei Medigene stehen hohen Gewinnchancen hohen Risiken gegenüber – wie Sie leicht am volatilen Chartbild erkennen können.

Die Aktie eignet sich daher allenfalls als spekulative Depot-Beimischung.

29. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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