Mein Weihnachtsgeschenk: Tipps für mehr Anlageerfolg

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Nachhaltiger Börsenerfolg ist ganz einfach. Sie müssen nur Ihre Emotionen im Griff haben und ein paar einfache Dinge beachten. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

In der vergangenen Woche habe ich Ihnen hier im Schlussgong geschrieben, dass die neuen Allzeithochs, die einige Aktienindizes in jüngerer Vergangenheit erreicht haben, kein Grund zur Sorge sind, da neue Allzeithochs die Regel sind, Crashphasen hingegen die Ausnahme.

Aktuell ist aus meiner Sicht nicht der Zeitpunkt, an dem Sie große Angst vor einem Crash haben sollten, aber auch nicht der, an dem Sie komplett investiert sein sollten. Es ist immer ratsam, Liquiditätsreserven zu haben für den Fall, dass die Kurse z.B. aufgrund von externen Schocks stärker nachgeben und sich Ihnen ein günstiger Einstiegszeitpunkt bietet.

Nutzen Sie die Börsenzyklen für Ihren Erfolg

Ganz grundsätzlich ist es immer sinnvoll, die Aufs und Abs an den Börsen für sich zu nutzen! Eine Möglichkeit, die Börsenzyklen für Ihren eigenen Anlageerfolg zu nutzen, ist der sogenannte Cost-Average-Effekt. Dank des Cost-Average-Effekts (Durchschnittskosten-Effekt) sind Sie als Anleger nicht abhängig von den Launen des Marktes.

Dem liegt eine einfache Logik zugrunde: Wenn Sie Monat für Monat (oder Quartal für Quartal) den gleichen Betrag in Aktien oder Fonds investieren, agieren Sie automatisch antizyklisch. Fallen die Kurse, erhalten Sie mehr Aktien oder Fondsanteile für Ihre Sparrate. Bei steigenden Preisen ist es umgekehrt. Auf diese Weise bezahlen Sie einen geringeren durchschnittlichen Kaufpreis.

Mit dieser einfachen Strategie umgehen Sie die psychologischen Fallen Angst und Gier an der Börse und bauen langsam und planmäßig ein größeres Vermögen auf.

Wann Sie eine Aktie kaufen oder verkaufen sollten

Nicht die bis dahin erreichte Kursentwicklung sollte über den Kauf oder den Verkauf einer Aktie entscheiden. Das bedeutet, dass sich Ihr Blick nicht in die Vergangenheit richten sollte, sondern in die Zukunft. Immer wieder höre ich von Lesern meiner Börsendienste, dass sie Aktien, sobald diese beispielsweise 10% Gewinn verzeichnen, konsequent verkaufen.

Der Grund dafür ist, dass Anleger Angst davor haben, dass ihnen der Gewinn ganz oder teilweise wieder genommen werden könnte. Als Konsequenz daraus ergibt sich, dass sie Gewinne in Höhe von 10% realisieren.

Eine weitere Konsequenz ist jedoch, dass Anleger, die diesem Prinzip folgen, niemals 100% Gewinn oder gar einen noch höheren Gewinn realisieren werden, da sie die Aktien vorher verkaufen. Bei Verlustpositionen lässt sich ein ganz anderes Muster beobachten: Viele Anleger verkaufen Aktien, die im Minus liegen, trotz schlechter Nachrichten, nicht, nur weil sie im Minus liegen.

Der psychologische Hintergrund einer solchen Vorgehensweise ist folgender: Ein Verlust tut erst dann so richtig weh, wenn er realisiert ist. Außerdem scheuen sich Anleger davor, Minuspositionen zu verkaufen, weil sie schon zu tief oder noch im Minus stehen. Die dahinterstehende Hoffnung ist, dass sich die Positionen wieder erholen.

Nicht die bisherige Performance ist entscheidend

Meine Empfehlung: Ziehen Sie zur Entscheidungsfindung, ob Sie eine Aktie halten oder verkaufen sollten, nicht die bisherige Wertentwicklung heran, sondern stellen Sie sich stets die folgende Frage: Sind die Gründe, die dazu geführt haben, dass Sie die Aktie einst erworben haben, heute noch vorhanden? Wenn dem so ist, sollten Sie investiert bleiben, andernfalls nicht.

Entscheidend für Ihren Börsenerfolg ist nicht der exakte Zeitpunkt Ihrer Investition, sondern das strategische, zielgerichtete Vorgehen. Mit dieser Strategie umgehen Sie die beiden mit Abstand größten Börsenfallen: Angst und Gier. Zudem folgen Sie mit dieser Strategie Warren Buffett, dem erfolgreichsten Investor aller Zeiten und einem der reichsten Menschen dieses Planeten.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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