Meine 3 Schweizer Top-Aktien

Folgende 3 Unternehmen sollten Investoren, die in der Schweiz aktiv werden wollen, aus meiner Sicht näher unter die Lupe nehmen: (Foto: Andrei Tudoran / Shutterstock.com)

Bell hat im abgelaufenen Geschäftsjahr all seine strategischen Ziele erreicht.

Unter Kennern der Branche ist der Schweizer Nahrungsmittel-Konzern bereits als die kleine Schwester von Nestlé bekannt.

Die jüngsten Ergebnisse können sich sehen lassen: Bell hat konsequent seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Der Umsatz stieg um mehr als 1/5 auf rund 3,4 Mrd. SFr.

Damit wurde erstmals die 3 Mrd.-SFr.-Marke geknackt.

Das erzielte Wachstum war zwar nicht ganz preiswert, aber trotzdem hat es Bell geschafft, seinen Gewinn unterm Strich um 6,3% auf 101 Mio. SFr. zu steigern.

Im laufenden Geschäftsjahr soll die Expansion nach Spanien weiter vorangetrieben werden

Als Einstieg möchte der Fleisch-Spezialist dafür den weltbekannten Serrano-Schinken nutzen.

Geplant ist die Übernahme eines Schinkenbetriebs in der Nähe von Madrid. Dort wird nicht nur der bekannte Serrano-Schinken, sondern auch Spezialitäten des edlen Iberico-Schweins produziert.

Viel spannender als die Expansion nach Spanien ist aber, dass Bell offensichtlich ein zweigleisiges Geschäftsmodell fährt.

Auf der einen Seite konzentriert sich der Schweizer Konzern auf schnelle Fertigprodukte (Convience-Food).

Gleichzeitig setzt Bell aber auch auf edlere Produkte wie den Serrano- oder den Iberico-Schinken.

Diese Grundstruktur zieht sich durch die gesamte operative Geschäfts-Entwicklung. Bell reagiert damit erstklassig auf die Veränderung auf dem europäischen Markt.

Unternehmens-Porträt

Die Bell AG wurde 1869 in Basel gegründet. Der Konzern stellt Fleischwaren fast aller Art her und ist auf seinem Heimatmarkt Marktführer.

Seit einiger Zeit ist Bell auch in Deutschland und auf den internationalen Märkten vertreten.

In der Vergangenheit wurde der Konzern schon öfters wegen illegaler Preisabsprachen bestraft.

Die Investitionen in die Infrastruktur und Akquisitionen beginnen sich für Bossard auszuzahlen

Der Konzern steigerte seine Ertragskraft überproportional. Dank eines Endspurts im letzten Quartal wurden beim Umsatz, operativen Gewinn und Nettoergebnis neue Höchstmarken erreicht.

Entsprechend wurde die Dividende um 10% auf 3,3 SFr. je Aktie angehoben.

Die 2-stelligen operativen Margen liegen deutlich über dem Branchen-Durchschnitt, was die starke Wettbewerbs-Stellung des Konzerns unterstreicht.

Das Wachstum wurde durch die Belebung in Europa (+4,7%), aber auch durch eine Normalisierung auf dem Heimatmarkt Schweiz getragen.

Die stärksten Wachstums-Impulse lieferte der US-Markt (+12%). Der Hintergrund:

Der Elektrofahrzeug-Hersteller Tesla hat die Produktion des Models X im 2. Halbjahr hochgefahren, und der Verbindungs-Spezialist Arnold Industries wurde übernommen.

Die Vorzeichen für die Zukunft sind positiv

Für 2017 rechnet CEO Dean mit einem Umsatz-Plus von 8 – 9%.

In der Kooperation mit Tesla, die im Herbst bis 2020 verlängert worden ist, steckt aufgrund der geplanten Massenproduktion des Model 3 ab September viel Potenzial.

Auch andere US-Elektrofahrzeug-Hersteller sollen als Kunden gewonnen werden, und die relevanten Konjunktur-Barometer sind vielversprechend.

Für 2020 wird ein Umsatzziel von mehr als 1Mrd SFr. anvisiert. Die guten Aussichten sind im Aktienkurs vermehrt eingepreist. Dieser erreichte ein neues Allzeithoch.

Das Bewertungs-Niveau wurde auf ein KGV von 22,3 ausgeweitet, was aber angesichts der Wachstums-Aussichten nicht zu hoch ist.

Unternehmens-Porträt

Bossard ist in der Beschaffung und im Vertrieb von industriellen Verbindungs-Lösungen tätig. Das Angebot umfasst Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben und Dübel.

Durch die Zusammenarbeit mit dem US-Anbieter Penn Engineering kann Bossard eines der breitesten Sortimente in Europa anbieten und beliefert sowohl lokale als auch internationale Industriekunden.

Bossard ist in mehr als 60 Ländern weltweit aktiv.

Interroll hat das Jahr mit neuen Rekorden bei Umsatz und Gewinn abgeschlossen

Dank eines Großauftrags aus Brasilien erreichte der Auftrags-Eingang mit 405,2 Mio. SFr. ebenfalls einen Höchstwert.

Profitiert hat der Konzern v. a. vom boomenden Internet-Handel, wo ein reibungsloser Warenfluss besonders wichtig ist.

2 von 3 Regionen und 3 von 4 Sparten erzielten 2-stellige Wachstumsraten.

In der stagnierenden Rollers-Sparte sollen demnächst neue Geschwindigkeitsregler für einen Umsatzschub sorgen.

Um das hohe Wachstums-Tempo aufrechtzuerhalten, wird zum einen die Auslands-Expansion forciert. Mittelfristig will Interroll 50% seines Umsatzes außerhalb Europas erwirtschaften.

Ein wichtiger Markt ist Mexiko, wo der Konzern seit Januar mit einem Vertriebsbüro präsent ist. Auch in Asien ist Interroll noch zu schwach vertreten, um das gewaltige Potenzial auszuschöpfen.

Zum anderen werden noch effizientere Logistik-Lösungen entwickelt, die die Durchlaufzeiten in einer Transportkette weiter verkürzen.

Entsprechend werden im laufenden Jahr die Investitionen in die Forschung erhöht.

Dies wiederum wird die Ergebnis-Entwicklung bremsen. Eine konkrete Umsatz- und Gewinn-Prognose gab das Management aber nicht ab.

Unsere Schätzungen bleiben im Wesentlichen unverändert positiv

Dass Neuentwicklungen von Interroll, wie die neue Generation von Trommelmotoren, innovative Komponenten zur Steuerung von Kassenbändern und automatischen Sortierung von Waren, bei den Kunden gut ankommen, zeigen immer wieder die Auftrags-Erfolge auf Fachmessen.

Unternehmens-Porträt

Die 1959 gegründete Interroll AG ist auf Komponenten und Dienstleistungen für die innerbetriebliche Logistik spezialisiert.

Der Konzern bedient mehr als 10.000 Kunden, darunter UPS, Amazon, Red Bull, Procter & Gamble, Modeketten, Flughäfen und Postunternehmen.

Das Angebot umfasst Trommelmotoren, Bandantriebs-Systeme, Förderrollen, Sortier-Anlagen und Fliesslager.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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