Meine beiden Favoriten aus der Papierbranche

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UPM-Kymmene und Stora Enso sind meine derzeitigen Favoriten, wenn es um Aktien aus der Papierbranche geht (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

UPM-Kymmene hat 2018 Rekordergebnisse erzielt.

Der Umsatz stieg um 4,7% auf rund 10,5 Mrd. €. Dabei ist der Konzern nochmals profitabler geworden. Unterm Strich stieg der Gewinn um fast 54% auf rund 1,5 Mrd. €. Das vergleichbare EBIT stieg um 12,9% auf rund 1,5 Mrd. €. Die Erfolge gibt der Konzern direkt an seine Aktionäre weiter. Die Dividende soll um 13% auf 1,30 € pro Aktie angehoben werden.

Die Nachfrage nach Papier und Verpackungsmaterial hat durch den Online-Handel deutlich zugenommen

Die Erfolge von Amazon Prime und Zalando & Co. spielen UPM-Kymmene in die Karten. Der langfristige Ausblick war noch nicht so gut wie jetzt. Deshalb investiert UPM-Kymmene kräftig in den Ausbau seiner Geschäfte. Der Fokus liegt auf Deutschland, Finnland und China. Hier rechnet der Konzern mit den stärksten Wachstumsraten. Zudem steht das Thema Nachhaltigkeit für UPM-Kymmene an erster Stelle.

Der nachhaltige Forstanbau und der biologische Fußabdruck der Papierverarbeitung soll einwandfrei sein. Gleichzeitig behält der Konzern aber auch seine Kostenstruktur im Blick und verwöhnt seine Aktionäre mit einer starken Bilanz, soliden Dividendenzahlungen und einem aktionärsfreundlichen Management. Das Gesamtpaket macht UPM-Kymmene in der Papierbranche so besonders.

Einziges Manko bleibt das etwas langsame Wachstum und die Abhängigkeit vom Holzpreis. Zudem kann der Wettbewerb im Papier-Oligopol sehr intensiv werden. Die Wettbewerber behalte ich deshalb ganz besonders im Auge.

Unternehmensporträt

Der drittgrößte Papierhersteller der Welt ging 1996 aus dem Zusammenschluss der Kymmene Corporation mit Repola und deren Tochterunternehmen United Paper Mills hervor. Heute gliedert sich UPM-Kymmene in fünf Bereiche: Biorefining, Energie, Raflatac, Papier und Zellstoff. Das Unternehmen betreibt mehr als 100 Fabriken in 15 Ländern, schwerpunktmäßig in Europa.

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Stora Enso hat für 2018 gute Zahlen vorgelegt

Der Umsatz stieg um 4,4% auf rund 10,5 Mrd. €. Der Wachstumskurs ist intakt. Stora Enso ist in den vergangenen 8 Quartalen jedes Quartal gewachsen. Bis auf die Holzprodukte konnte jeder Geschäftsbereich zum Wachstum beitragen. Zudem ist der Verpackungs-Konzern deutlich profitabler geworden. Unterm Strich ist ein Gewinnsprung von 60,9% auf 988 Mio. € gelungen. Das operative Ergebnis verbesserte sich um fast ein Drittel.

Künftig möchte Stora Enso verstärkt auf das Thema Nachhaltigkeit setzen. Allein im Jahr 2019 sollen dazu 550 bis 600 Mio. € investiert werden, davon fließen 100 Mio. € direkt in biologische Vermögenswerte. Zugleich setzt der Konzern auf Joint Ventures und strategische Akquisitionen. Das jüngste Joint-Venture ist besonders beeindruckend. Gemeinsam mit H&M und IKEA soll ein Nachhaltigkeitsprojekt vorangetrieben werden.

Das Geschäft mit nachhaltige Textilfasern

Die industrielle Faserproduktion ähnelt der Papierherstellung. Stora Enso übernimmt hier die Produktionsplanung, H&M und IKEA bieten das Netzwerk und die Nachfrage. Bei diesen Partnern kann das Projekt schnell zum Selbstläufer werden. Eine Akquisition in eigener Sache war dagegen die 69,6%ige Übernahme von Bergvik Skog Väst. Der Forstbetrieb verfügt über 1,4 Mio. ha Wald in Finnland. Damit ist die weitere Rohstoffversorgung im Konzern sichergestellt.

Das Thema Nachhaltigkeit ist ein Zukunftsthema. Die Strategie von Stora Enso scheint aufzugehen.

Unternehmensporträt

Stora Enso OYJ ist ein weltweit operierender Papier-, Pappe- und Schnittholzproduzent mit Fabriken in 35 Ländern. Mit einer Jahresproduktion von 14 Mio. Tonnen Papier und Pappe ist Stora Enso weltweit die Nummer 2 der Papierindustrie. Die Produktpalette umfasst Papier für Zeitungen und Magazine, Fein- und Büropapiere sowie Packstoffe (Kartonagen, Verpackungspapiere). Ferner betreibt Stora Enso Sägewerke zur Herstellung von Nutzholz und Zellstoff.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.