Mensch und Maschine: Ein spannender Nebenwert

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Der mittelständische Software-Spezialist Mensch und Maschine reitet operativ seit Jahren auf der Erfolgswelle. (Foto: Jinning Li)

In der vergangenen Woche habe ich Ihnen ausführlich von meinem Besuch des Deutschen Eigenkapitalforums (EKF) berichtet und Ihnen hier im Schlussgong 3 spannende Nebenwerte vorgestellt. Heute möchte ich ein letztes Mal für dieses Jahr auf das EKF zurückblicken und Ihnen einen weiteren deutschen Nebenwert vorstellen.

Die Rede ist von dem mittelständischen Software-Spezialisten Mensch und Maschine (MuM). Bevor ich gleich im Detail auf die Zahlen und die Perspektiven des Unternehmens eingehe, stelle ich Ihnen MuM kurz vor.

Der Anbieter sogenannter CAD-Lösungen wurde 1984 von dem damals erst 30-jährigen Diplom-Informatiker Adi Drotleff gegründet. Der charismatische Firmenlenker sitzt auch heute noch auf dem Chefsessel und hält nach wie vor fast 45% der Anteile.

Mit der speziellen Konstruktions-Software von MuM arbeiten Architekten und Anlagenbauer, aber auch Entwickler aus dem Bereich Industrie-Design. Immer, wenn am Computer etwas konstruiert werden muss, kommen solche CAD-Lösungen, wie MuM sie anbietet, ins Spiel.

Im Jahr 1997 ging MuM als einer der Pioniere an den Neuen Markt. Das Platzen der Internet-Blase stürzte auch den Software-Spezialisten in die Krise und ließ den Aktienkurs einbrechen.

Nach zwei Verlustjahren schaffte der Konzern 2004 jedoch den Turnaround und ging letztlich gestärkt aus der Krise hervor.

MuM wieder einmal mit Top-Zahlen

MuM sieht nach einem starken 3. Quartal mit dynamischem Wachstum seine ambitionierten Ziele für 2018 sehr gut unterlegt. Nach +22% im 1. Quartal und +40% im 2. Quartal legte das Unternehmen beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im 3. Quartal sogar noch eine Schippe drauf und kam auf +52%.

Nach den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres steht somit ein Plus von 34% zu Buche. Wachstumstreiber waren nach Angaben des Unternehmens sowohl die eigene Software mit dem Flaggschiff CAM als auch das Systemhaus-Geschäft.

Der Umsatz stieg um 16% auf 133,55 Mio. Euro, wozu die Software 40,08 Mio. Euro (+11%) und das Systemhaus-Segment 93,47 Mio. Euro (+18%) beigetragen haben. Der Nettogewinn stieg um beachtliche 41% auf 7,61 Mio. Euro bzw. 0,47 Euro je Aktie.

Der operative Cashflow (Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft) lag mit 11,04 Mio. Euro weiterhin deutlich oberhalb des Nettogewinns. MuM-Chef Adi Drotleff (der zugleich auch Gründer und Großaktionär des Unternehmens ist), hat also allen Grund zur Freude und betonte, dass die 9-Monats-Zahlen die ambitionierten Ziele des Unternehmens gut unterlegen würden.

MuM-Aktie im Blickpunkt

Damit bleibt die MuM-Aktie aus meiner Sicht einen Blick wert. Sollte die Aktie in einer allgemeinen Marktschwäche noch etwas deutlicher nachgeben, würde sich daraus ein sehr interessantes Einstiegsniveau ergeben.

Konkret: Die 30 Euro, die die Aktie in diesem Jahr bereits erreicht hat, traue ich ihr in einem ruhigeren Marktumfeld ohne weiteres wieder zu.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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