Mensch und Maschine legt auf allen Ebenen deutlich zu

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Der mittelständische Software-Spezialist Mensch und Maschine trotzt der schwächeren Konjunktur und legt fantastische Zahlen vor. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Während in den vergangenen Tagen und Wochen viele deutsche Unternehmen schwache Zahlen vorgelegt haben und teilweise auch ihre Jahresprognosen nach unten schrauben mussten, hat der mittelständische und inhabergeführte Software-Spezialist Mensch und Maschine einmal mehr restlos überzeugt.

Der Anbieter sogenannter CAD-Lösungen wurde 1984 von dem damals erst 30-jährigen Diplom-Informatiker Adi Drotleff gegründet. Der charismatische Firmenlenker sitzt auch heute noch auf dem Chefsessel und hält nach wie vor fast 45% der Anteile.

Mit der speziellen Konstruktions-Software von MuM arbeiten Architekten und Anlagenbauer, aber auch Entwickler aus dem Bereich Industrie-Design. Immer, wenn am Computer etwas konstruiert werden muss, kommen solche CAD-Lösungen, wie MuM sie anbietet, ins Spiel.

Deutlich zweistelliges Wachstum

Schauen wir uns nun im Detail die starken Halbjahreszahlen an: MuM ist weiter auf dynamischem Rekordkurs: Solides organisches Wachstum und starke Zahlen der neuen Tochter SOFiSTiK summierten sich im 1. Halbjahr auf ein Plus von 27% beim Umsatz und ein Plus von 36% beim operativen Gewinn (EBIT).

Der Umsatz kletterte von 94,46 auf 120,21 Mio. Euro. Der operative Gewinn (EBIT) erhöhte sich auf 13,98 Mio Euro, den höchsten jemals erzielten Halbjahreswert. Im Vergleich zum Vorjahres-EBIT von 10,28 Mio. Euro lag das Wachstum hier bei +36%. Das Nettoergebnis stieg um +31% auf 8,32 Mio. Euro bzw. 49 Cent pro Aktie.

Der operative Cashflow (Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft) sprang auf den neuen Rekordwert von 12,76 Mio. Euro (+43%).

MuM-Chef Adi Drotleff ist mit dem Geschäft im 1. Halbjahr sehr zufrieden: Unsere ambitionierten Ziele für 2019, Anstieg beim EBIT um +22 bis +33% auf 24 bis 26 Mio. Euro, beim Nettogewinn um +25 bis +34% auf 89 bis 95 Cent pro Aktie und eine Dividende von 77 bis 83 Cent (Vorjahr: 65 Cent je Aktie), sind durch das starke 1. Halbjahr weiterhin komfortabel unterlegt. Beim Umsatz erwarten wir statt +15 bis +20% nun +20 bis +24% auf 220 bis 230 Mio. Euro.

Umsatzprognose nach oben angepasst

Das bedeutet: MuM hat die Umsatzprognose sogar noch einmal etwas nach oben geschraubt. Wenn das Unternehmen (so wie regelmäßig in den vergangenen Jahren) die eigene Prognose erfüllen kann, sollten wir perspektivisch höhere Aktienkurse sehen als aktuell.

Zwar ist die MuM-Aktie derzeit sicher kein großes Schnäppchen, aber Qualität hat nun einmal ihren Preis. Die MuM-Aktie legte übrigens nach Vorlage der Zahlen um knapp 10% zu, gab diesen Kursgewinn jedoch in den vergangenen Tagen im Zuge des sehr schwachen Gesamtmarkts wieder ab.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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