Mensch und Maschine mit guten Zahlen und noch besseren Perspektiven

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Der Software-Spezialist Mensch und Maschine legt einmal mehr überzeugende Zahlen vor und bleibt damit weiter aussichtsreich. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Vor wenigen Tagen hat der mittelständische und inhabergeführte deutsche Software-Spezialist Mensch und Maschine (MuM) Vorabzahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt. Die Zahlen sind wieder einmal sehr gut ausgefallen. Auch die Perspektiven stimmen. Bevor ich gleich im Detail auf die Zahlen und die Perspektiven des Unternehmens eingehe, stelle ich Ihnen MuM noch einmal kurz vor.

Der Anbieter sogenannter CAD-Lösungen wurde 1984 von dem damals erst 30-jährigen Diplom-Informatiker Adi Drotleff gegründet. Der charismatische Firmenlenker sitzt auch heute noch auf dem Chefsessel und hält nach wie vor fast 45% der Anteile.

Mit der speziellen Konstruktions-Software von MuM arbeiten Architekten und Anlagenbauer, aber auch Entwickler aus dem Bereich Industrie-Design. Immer, wenn am Computer etwas konstruiert werden muss, kommen solche CAD-Lösungen, wie MuM sie anbietet, ins Spiel.

Trotz Umstellung von Verkauf auf Vermietung mit neuem Ertragsrekord

Ein „fulminantes Schlussquartal” mit einer Steigerung des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um sehr starke 32% sorgte bei MuM für neue Ertrags- und Cashflow-Rekorde (Cashflow = Mittelzufluss) im Jahr 2017. Erfolgsfaktoren waren dabei das starke Eigengeschäft (Geschäft mit selbst entwickelter Software) verbunden mit strikter Kostendisziplin.

Die Umstellung von Software-Verkauf auf Software-Vermietung beim Lieferanten Autodesk, die in den ersten 9 Monaten noch spürbar gebremst hatte, zeigte im Schlussquartal erste positive Impulse. Nach den jetzt vorliegenden vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz im 4. Quartal um 14% auf 45,0 Mio. Euro, sodass er im Gesamtjahr 2017 um 4% auf 160,5 Mio. Euro zurückging (wegen der oben genannten Umstellung von Verkauf auf Vermietung).

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Der Rohertrag stieg um 3,7% auf ca. 94,8 Mio. Euro. Besonders positiv ist, dass im Geschäftsjahr 2017 rund 83% der Wertschöpfung aus eigener Software stammt (nach 77% im Vorjahr), was die Rohmarge weiter auf ca. 59% (nach 54,7% im Vorjahr) hochtrieb.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf den neuen Rekordwert von ca. 18,0 Mio. Euro (+14% im Vergleich zum Vorjahr). Die EBITDA-Gewinnmarge stieg von bereits sehr guten 23,1 auf noch bessere 25,0%. Der Nettogewinn stieg auf ca. 8,5 Mio. Euro (+29%), was einem Gewinn je Aktie von 0,52 Euro entspricht.

Auch die Dividende steigt stetig

Der operative Cashflow je Aktie stieg von 0,90 auf 0,93 Euro. Damit markierte MuM auch beim Nettogewinn und beim Cashflow neue Rekorde. Daher dürfte nach Einschätzung von MuM-Chef, Gründer und Mehrheitseigentümer Adi Drotleff auch einem Dividendenvorschlag von 0,50 Euro je Aktie (nach 0,35 Euro je Aktie im Vorjahr) nichts mehr im Wege stehen.

Außerdem betonte Drotleff, dass das 4. Quartal 2017 gezeigt habe, welche Gewinnzuwächse bei MuM in Zukunft möglich sind. Da ich mit einer weiter steigenden Ertragskraft bei MuM rechne, ist die MuM-Aktie aus meiner Sicht bei größeren Rücksetzern ein äußerst interessanter Nebenwert. Die Leser meines Börsendienstes „Mittelstands-Depot“ liegen mit der MuM-Aktie nach nicht einmal eineinhalb Jahren bereits mit knapp 100% im Plus.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.