Mensch und Maschine mit Traumzahlen

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Der Software-Spezialist Mensch und Maschine hat sehr gute Zahlen für 2019 vorgelegt. Trotz Corona-Krise ist die MuM-Aktie ein gutes Investment. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

In den vergangenen Tagen und auch heute sorgte die Corona-Panik an den Märkten dafür, dass die Aktienkurse deutlich abgesackt sind. Darunter auch die von einigen Unternehmen, die sehr gut aufgestellt sind, vor einer glänzenden Zukunft stehen und zuletzt regelmäßig sehr gute Zahlen vorgelegt haben.

Eines dieser Unternehmen ist der mittelständische und inhabergeführte Software-Spezialist Mensch und Maschine (MuM) aus Wessling bei München. Vor wenigen Wochen haben die Oberbayern hervorragende vorläufige Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Doch bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich Ihnen das Unternehmen näher vorstellen.

Der Anbieter sogenannter CAD-Lösungen wurde 1984 von dem damals erst 30-jährigen Diplom-Informatiker Adi Drotleff gegründet. Der charismatische Firmenlenker sitzt auch heute noch auf dem Chefsessel und hält nach wie vor fast 45% der Anteile.

Mit der speziellen Konstruktions-Software von MuM arbeiten Architekten und Anlagenbauer, aber auch Entwickler aus dem Bereich Industrie-Design. Immer, wenn am Computer etwas konstruiert werden muss, kommen solche CAD-Lösungen, wie MuM sie anbietet, ins Spiel.

Weltweit aktiv

MuM erzielte 2019 mit seinen 1.004 Mitarbeitern zwei Drittel seines Umsatzes im deutschsprachigen Europa (DACH-Region), ein weiteres Viertel in den restlichen Staaten Europas sowie ein Zwölftel in Asien und Amerika.

Zweidrittel der MuM-Kunden kommen aus der Industrie, z.B. aus den Bereichen Maschinenbau, Formen- und Werkzeugbau, Fahrzeug-/Flugzeug-/Schiffsbau, Elektrotechnik, Industriedesign. Ein Drittel der Kunden stammt aus den Bereichen Architektur, Haustechnik, Tiefbau, Ingenieurbau, Infrastruktur, Garten-/Landschaftsbau.

Vorläufige Geschäftszahlen für 2019 überzeugen

Mit den jetzt von MuM vorgelegten Geschäftszahlen konnte das Unternehmen seine ambitionierten Zielvorgaben erreichen und teilweise sogar überbieten. So stieg der MuM-Jahresumsatz auf den neuen Rekordwert von ca. 245 Mio. Euro.

Das sind stolze 32% mehr als noch im Vorjahr. Dabei erzielte MuM ca. 75 Mio. Euro Umsatz (Vorjahr: 55,73 / +35%) im Software-Bereich und ca. 170 Mio. Euro (Vorjahr: 129,67 / +31%) im Systemhaus-Geschäft.

Auch beim operativen Gewinn (EBIT) erreichte MuM in 2019 ein Rekordergebnis von 27 Mio. Euro. Damit lag der operative Gewinn um 37% höher als im Vorjahr. Von dieser enormen Gewinnsteigerung sollen auch die Aktionäre profitieren, denn MuM hat angekündigt, seine Dividende für das laufende Jahr um 28% auf 0,83 Euro zu erhöhen.

Gute Perspektiven

MuM-Chef Adi Drotleff ist auch für die Zukunft optimistisch: Wir sehen für 2020/21 ein jährliches Umsatzwachstum von 10 bis 12% und ein Plus von 18 bis 24 Cent p.a. beim Nettogewinn je Aktie mit einer um jeweils 15 bis 20 Cent höheren Dividende.

Bereits vor einigen Jahren habe ich die MuM-Aktie den Lesern meines Börsendienstes Mittelstands-Depot empfohlen und in zwei Tranchen mit Gewinnen von +118% und +150% verkauft. Im Sommer 2019 habe ich das Papier dann schließlich wieder aufgenommen.

Nach dem allgemeinen Kursverfall wegen der Corona-Pandemie hat auch der Kurs der MuM-Papiere nachgegeben. Positiv gesehen bietet dieser Kursverlust aber auch eine gute Chance für den Einstieg in dieses vielversprechende Unternehmen.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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