Mensch und Maschine: Top-Zahlen und ein positiver Ausblick

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Der Software-Spezialist Mensch und Maschine legt wieder einmal starke Zahlen vor und das hohe Wachstum soll weiter anhalten. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Vor wenigen Tagen war ich für meine Leser in der Nähe von Frankfurt auf einer Investorenkonferenz. Dort habe ich mir einige deutsche Nebenwerte angeschaut, mich mit dem Management ausgetauscht und mit Analystenkollegen und Fondsmanagern gesprochen.

Ein Unternehmen, das sich dort präsentiert hat, ist ein alter Bekannter. Der Software-Spezialist Mensch und Maschine (MuM), der erst kürzlich sehr starke Zahlen für das zurückliegende Geschäftsjahr vorgelegt hat und zudem einen positiven Ausblick auf das laufende Jahr gab.

Der Anbieter sogenannter CAD-Lösungen wurde 1984 von dem damals erst 30-jährigen Diplom-Informatiker Adi Drotleff gegründet. Der charismatische Firmenlenker sitzt auch heute noch auf dem Chefsessel und hält nach wie vor fast 45% der Anteile.

Mit der speziellen Konstruktions-Software von MuM arbeiten Architekten und Anlagenbauer, aber auch Entwickler aus dem Bereich Industrie-Design. Immer, wenn am Computer etwas konstruiert werden muss, kommen solche CAD-Lösungen, wie MuM sie anbietet, ins Spiel.

Hohes Wachstum, noch höhere Profitabilität

Kommen wir nun zu den jüngsten Zahlen: MuM steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2018 um 15% auf 185,4 Mio. Euro. Der Softwareumsatz stieg um 10,4% auf 55,73 Mio. Euro und der Systemhaus-Umsatz legte um 17,5% auf 129,67 Mio. Euro zu.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte auf den neuen Rekordwert von 22,75 Mio. Euro (+26%), wobei die Software mit 14,68 Mio. Euro (+16%) wieder den Löwenanteil beisteuerte, das Systemhaus aber mit 8,07 Mio. Euro (+51%) ein stärkeres Wachstum zeigte und den Rückstand schon etwas aufholen konnte.

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Der operative Gewinn (EBIT) legte ebenso wie das EBITDA deutlich überproportional zum Umsatz zu und erhöhte sich um 29% auf 19,66 Mio. Euro. Das bedeutet einen neuen Rekordwert beim EBIT und zugleich eine operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) von 10,6% (nach 9,5% im Jahr zuvor).

Auch der Nettogewinn erreichte Rekordniveau. Er sprang um 37% auf 11,69 Mio. Euro bzw. 71,5 Cent je Aktie. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung wird die Verwaltung der Hauptversammlung am 8 Mai dieses Jahres eine Dividende in Höhe von 65 Cent je Aktie Vorschlagen, wieder wahlweise in bar oder als Aktiendividende. Das bedeutet eine Erhöhung um 30%.

Sehr positiver Ausblick

MuM-Chef Adi Drotleff bestätigte zudem noch einmal die ambitionierten Ziele für 2019. Wir beobachten weiterhin ein gesundes organisches Wachstum und bekommen mit der Mehrheitsübernahme der SOFiSTiK AG noch zusätzlichen Schub.

Daher wird beim Umsatz ein Plus von 15 bis 20% auf 215 bis 220 Mio. Euro erwartet, beim operativen Gewinn (EBIT) ein Plus von 22 bis 33% auf 24 bis 26 Mio. Euro und beim Gewinn je Aktie ein Plus von 25 bis 34% auf 89 bis 95 Cent je Aktie.

Die MuM-Aktie haben wir in meinem Börsendienst Der Depot-Optimierer in der Vergangenheit schon zwei Mal mit hohem Gewinn verkaufen können. Aktuell ist die Aktie meines Erachtens etwas zu teuer, befindet sich aber dennoch auf meiner Beobachtungsliste und ist, sofern das Bewertungsniveau in einer schwachen Börsenphase sinkt, ein heißer Kandidat für eine Neu-Aufnahme.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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