Mensch und Maschine wieder einmal mit Top-Zahlen

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Software-Spezialist Mensch und Maschine mit profitabelstem Quartal der Unternehmensgeschichte. (Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com)

Der mittelständische Software-Spezialist Mensch und Maschine (MuM) hat kürzlich wieder einmal Top-Zahlen vorgelegt. Dennoch können Sie die MuM-Aktie heute sogar ein ganzes Stück günstiger kaufen als noch vor ein paar Wochen. Warum? Einen rationalen Grund dafür gibt es nicht.

Denn bei dem 1984 gegründeten Anbieter sogenannter CAD-Lösungen läuft es nach wie vor rund. Bevor ich jedoch auf die aktuellen Zahlen und die weiteren Perspektiven des Unternehmens eingehe, möchte ich Ihnen MuM kurz vorstellen.

Das Unternehmen wurde vor 34 Jahren vom damals erst 30-jährigen Diplom-Informatiker Adi Drotleff gegründet. Der charismatische Firmenlenker sitzt auch heute noch auf dem Chefsessel und hält nach wie vor fast 45% der Anteile.

Mit der speziellen Konstruktions-Software von MuM arbeiten Architekten und Anlagenbauer, aber auch Entwickler aus dem Bereich Industrie-Design. Immer, wenn am Computer etwas konstruiert werden muss, kommen solche CAD-Lösungen, wie MuM sie anbietet, ins Spiel.

Profitabelstes Quartal in der Unternehmensgeschichte

Kommen wir nun zu den aktuellen Zahlen: MuM ist mit dem profitabelsten Quartal der gesamten Unternehmensgeschichte ins Jahr 2018 gestartet. Nach dem Ende des Autodesk-Bremseffektes konnte der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im 1. Quartal dieses Jahres um satte 22% gesteigert werden.

Dazu trug das Softwaresegment zwar weiterhin den größeren Teil bei, aber das Systemhausgeschäft legte prozentual deutlich stärker zu. Der Abstand beginnt also wie erwartet zu schrumpfen.

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Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,8% auf 48,58 Mio. Euro, wobei 14,02 Mio. Euro (+9,3%) mit MuM-Software erlöst wurden und 34,56 Mio. Euro (+5,9%) im Systemhaus-Geschäft. Der Rohertrag kletterte auf den Rekordwert von 26,79 Mio. Euro, was ein Plus von 7,2% bedeutet.

Der Nettogewinn sprang um 30% auf 3,40 Mio. Euro bzw. 0,21 Euro pro Aktie. Der operative Cashflow erreichte 6,82 Mio. Euro, war also doppelt so hoch wie der Nettogewinn und höher als das EBITDA.

Auch die Perspektiven stimmen

MuM-Chef und Großaktionär Adi Drotleff sieht sein Unternehmen jetzt voll in der  Spur: „Unser Ziel-Korridor beim EBITDA von 22 bis 23 Mio. Euro für 2018 wird durch den Jahresstart solide untermauert, zumal wir im 2. Quartal ein Anziehen der Systemhaus-Umsätze wegen der Fälligkeit vieler mehrjähriger Autodesk-Wartungsverträge erwarten. Das Nettoergebnis dürfte ebenfalls im geplanten Zielkorridor von 11 bis 12 Mio. Euro bzw. 67 bis 73 Cent pro Aktie hereinkommen.“

Bei Zielerreichung in diesem Jahr soll im kommenden Jahr eine Dividende von 0,62 bis 0,68 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Im laufenden Jahr soll die Dividende bei 0,50 Euro je Aktie liegen. Die Hauptversammlung (HV) findet in wenigen Tagen statt (am 9. Mai) und die Dividende wird am 3. Werktag nach der HV ausgeschüttet.

Wenn das MuM-Management weiterhin die selbst gesteckten Ziele erreicht oder sogar übertrifft, sollte auf mittlere Sicht ein deutlich höheres Kursniveau drin sein. In der jüngeren Vergangenheit boten Rücksetzer bei MuM rückblickend betrachtet immer gute Einstiegsgelegenheiten.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.