Metall Aktien: China führender Produzent.

China größter Produzent von Stahl

Die Weltwirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert. Durch den Aufholprozess der osteuropäischen und asiatischen Staaten sowie die fortschreitende Integration von Schwellen- und Entwicklungsländern in die Weltwirtschaft öffnen sich neue, dynamisch wachsende Märkte.

Dadurch ist aber auch der Energie- und Rohstoffbedarf speziell nach Metall und Stahl dramatisch angewachsen. So ist der weltweite Bedarf an Metallen wie Stahl und Aluminium stark gestiegen.

Dabei findet Stahl eine sehr breite Anwendung in der Wirtschaft (wie im Bau von Hochhäusern, Schiffen und Automobilen). Stahl ist das Metall Nummer 1 der Welt.

Die Wachstumsdynamik wird gegenwärtig im Wesentlichen von asiatischen Ländern bestimmt, wobei China eine dominierende Rolle einnimmt. Nach Angaben der Deutschen Wirtschaftsvereinigung Stahl betrug die Weltrohstahlerzeugung im Jahr 2006 weltweit gut 1.240 Mio Tonnen.

Davon wurden bereits 423 Mio Tonnen (also ein Drittel der Erzeugung) in China produziert. Noch in den 1950er Jahren wurden weltweit nur 200 Mio Tonnen Stahl Metall produziert, und der Anteil Chinas war annähernd Null.

US- Metall und Stahlindustrie drängt China zu fairem Wettbewerb

Die Vereinigten Staaten werfen der chinesischen Regierung mittlerweile vor, die heimische Stahl- und Eisenindustrie mit unfairen Praktiken zu schützen.

Nach einem Bericht der amerikanischen Vereinigung der Stahl- und Eisenindustrie soll die chinesische Regierung in den letzten zehn Jahren die heimischen Eisen- und Stahlbetriebe mit Subventionen von über 52 Mrd $ unterstützt haben.

Dies lässt die Kurse chinesischer Stahl Metall Aktien gegenüber den Kursen amerikanischer Stahl Metall Aktien besser dastehen. Die US-Stahlindustrie will daher Anti-Dumping und Anti-Subventionsklagen gegen bestimmte Stahlprodukte aus China einleiten.

Dies dürfte einige Stahl Aktien in China empfindlich treffen. Die chinesische Regierung hat die Vorwürfe der Amerikaner deshalb auch strikt zurückgewiesen.

EU auch im Verfahren gegen China

Die europäischen Stahlkonzerne machen sich über ihre nationalen Verbände und ihren europäischen Dachverband Eurofer bei der EU-Kommission für ein Anti-Dumping- Verfahren gegen China stark.

Im Wesentlichen geht es darum, die Kommission für die hohen Stahlimporte aus China zu sensibilisieren, sagte Wolfgang Leese, der Vorstandsvorsitzende Aktienwerts Salzgitter. Leese verwies zur Begründung auf ein mögliches Anti-Dumping-Verfahren der USA gegen China.

Wird dieses tatsächlich eingeleitet, dann könnten die Stahllieferungenaus China noch stärker in Richtung Europa gelenkt werden und hiesige Stahl Aktien hart treffen. Bereits vor einigen Wochen hatte es Meldungen gegeben, wonach sich der Widerstand der europäischen Stahlproduzenten gegen Billigimporte aus China verstärkt.

Eine entsprechende Initiative unterstützt auch der deutsche Aktienwert ThyssenKrupp. EU-Handelskommissar Peter Mandelson hatte die chinesischen Behörden nach eigenen Angaben erst kürzlich gewarnt, dass einige europäische Konzerne mit dem Gedanken spielten, eine Anti-Dumping-Untersuchung zu beantragen.

Die Bedenken wegen der Importmengen chinesischen Stahls auf dem EU-Binnenmarkt seien erheblich. Salzgitter -Chef Leese sieht den steigenden Importen aus China allerdings relativ gelassen entgegen.

Denn es handelt sich dabei um Produkte, die Salzgitter nur in geringem Umfang herstellt. Salzgitter produziert nur wenige Standardprodukte. Qualitativ hochwertiger Stahl mit bestimmten Eigenschaften und Festigkeiten muss China auch heute noch importieren.

Salzgitter selbst verkauft seine eigenen Stahlprodukte in Europa, aber nicht in China. In China hat der Stahl Konzern lediglich ein internationales Trading-Geschäft. Für Stahl Aktien sieht die nähere Zukunft, trotz der Konkurrenz aus China, nicht unbedingt trüb aus.

In der Aktien-Analyse werden monatlich 50 Branchenberichte und 500 Unternehmensanalysen aktualisiert. Die Aktien-Analyse können Sie jetzt kostenlos 30 Tage testen.

12. Juni 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt