Microsoft kauft Beam

Microsoft stärkt seine Spielsparte: Für einen nicht genannten Preis übernimmt der US-Technologieriese das Start-up Beam, das in die Xbox-Abteilung eingegliedert werden soll.

Beam existiert erst seit Anfang des Jahres, hat aber bereits jetzt mehr als 100.000 Nutzer. Das Start-up hat sich auf Livestreams von Videospielen spezialisiert:

Wer selbst spielt, kann sich über Beam externe Hilfe und Tipps holen.

Wer lieber zuschaut, wie andere spielen, kann auch das über Beam tun – und auf Wunsch auch direkt eingreifen, indem man dem Spielenden z. B. Ausrüstungs-Gegenstände bereitstellt oder auch Gegner gegenüberstellt.

Beam ist konkurrenzfähig

Gerade die unkompliziert zu handhabenden interaktiven Elemente machen Beam aus Sicht der Branche durchaus konkurrenzfähig und zukunftsträchtig.

Bislang ist der Markt des Videospiel-Streamings v. a. 2 großen Anbietern vorbehalten: Twitch und YouTube Gaming. Twitch wurde bereits vor 2 Jahren von Amazon gekauft, YouTube Gaming gehört zu Alphabet, dem Google-Mutterkonzern.

Für die Beam-Nutzer soll sich durch die Übernahme durch Microsoft erst einmal nichts ändern.

Lediglich die Mitarbeiter müssen aus Seattle im US-Bundesstaat Washington nach Redmond Kalifornien umziehen, wo Microsoft seinen Hauptsitz unterhält.

Durch die angekündigte Angliederung des Streaming-Angebots an die Videospiel-Abteilung, in der auch an der Xbox gearbeitet wird, ist davon auszugehen, dass beide Angebote künftig miteinander verknüpft werden.

Das könnte den Xbox-Absatz perspektivisch ankurbeln, was aus Sicht von Microsoft sicherlich nicht verkehrt wäre.

2016-08-14 Microsoft

Platzhirsch Sony: PlayStation läuft glänzend

Denn der Platzhirsch bei den Spielekonsolen ist nach wie vor Sony.

Die Japaner haben zwar zuletzt katastrophale Quartals-Zahlen vorgelegt – der Umsatz ging von April bis Juni um 11% zurück auf umgerechnet rund 16 Mrd. €, der Netto-Gewinn brach um 74% ein auf gerade einmal 190 Mio. €.

Doch das Geschäft mit der Spielekonsole Playstation läuft glänzend: Der Absatz konnte von 3 Mio. im Vorjahres-Quartal auf 3,5 Mio. Stück gesteigert werden.

Für das gesamte Geschäftsjahr werden 20 Mio. verkaufte Geräte angestrebt.

Im Herbst soll mit der PlayStation 4 Neo eine Neuauflage auf den Markt kommen – und parallel dazu eine ganze Reihe beliebter Spiele, um den Verkauf zusätzlich anzukurbeln.

Darüber hinaus liegt die Hoffnung auf der Datenbrille PlayStation VR, die für rund 400 € zu haben sein soll.

Bereits jetzt liegt ein großer Stapel an Vorbestellungen auf dem Tisch. Analysten schätzen, dass rund 6 Mio. dieser Brillen noch im laufenden Jahr verkauft werden könnten.

Über Virtual Reality-Brillen ist es Nutzern möglich, komplett in die digitale Welt einzutauchen.

VR gilt als großes Zukunfts-Thema, gerade in der Gaming-Branche und bildet derzeit auch einen der Schwerpunkte bei der Gamescom in Köln, der weltweit größten Computerspiele-Messe.

2016-08-14 Sony

19. August 2016

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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