Microsoft könnte durchstarten

Kürzlich stellte Microsoft einige Details zum neuen Betriebssystem Windows 10 vor. Anders als bisher soll Windows 10 nicht nur auf PCs, sondern auch auf mobilen Endgeräten laufen. So könnte es Microsoft gelingen, gegenüber der Konkurrenz wieder an Boden zu gewinnen.

Künftig soll sämtliche Software auf allen Geräten laufen – Office und Spiele. Künftig könnte es für Nutzer möglich sein, problemlos zwischen verschiedenen Geräten hin und her zu wechseln. Microsoft ist der weltgrößte unabhängige Entwickler von Produkten und Technologien für den Computer.

Die Produktpalette umfasst die Betriebssysteme Windows sowie Office-, Server-, Entwickler-, Homeoffice-, Internet-, Mobile-, Macintoshund PC-Spiele-Software. Daneben wird Hardware für den PC (Maus, Tastatur, Joystick, Xbox) vertrieben. Zusätzlich betätigt sich Microsoft als Internet-Service-Provider (MSN).

Konsumentensparte bietet Wachstum

Microsoft hat dank einer starken Nachfrage nach Smartphones und Tablets seinen Umsatz im 1. Quartal überraschend um ein Viertel auf 23,2 Mrd $ gesteigert. Grund hierfür war auch der Zukauf des Nokia-Geschäfts im April. Andererseits konnte Microsoft auch im Cloud-Computing zulegen.

Das Geschäftsvolumen verdoppelte sich wie bereits im Vorquartal. Auch die Verkaufszahlen der Spielekonsole Xbox zogen an. Es wurden 2,4 Mio Geräte abgesetzt. Insgesamt verzeichnete die Konsumentensparte, zu der auch das Smartphone-Geschäft und die Tablets gehören, ein Umsatzplus von fast 50%.

In die Karten spielt Microsoft auch, dass es dem PC-Markt wieder besser geht. Nach einem Absatzeinbruch von rund 10% im Jahr 2013 verzeichnen Marktforscher nur noch ein kleines Minus. Zudem hatte Microsoft die Unterstützung seines Betriebssystems Windows XP eingestellt.

Das Gesamtbild stimmt

Das sorgte in vielen Unternehmen für Ersatzkäufe. Wegen Abfindungen im Zusammenhang mit dem angekündigten Stellenabbau ging allerdings der Gewinn um knapp 13% auf 4,5 Mrd $ zurück.

Insgesamt sollen 18.000 Stellen wegfallen, 12.000 davon bei Nokia. Microsoft will sich künftig unabhängiger von Windows und Office machen. Mit Microsoft Band präsentierte der IT-Konzern als Ergänzung zur jüngst gestarteten Cloud-Plattform Microsoft Health sein erstes Smart Wearable.

Dahinter verbirgt sich ein GPS-Activity-Tracker, dessen Funktionsumfang selbst den Vergleich mit ausgewachsenen Smartwatches nicht scheuen muss. Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten erwarten wir eine überdurchschnittliche Kursentwicklung. Der jüngste Gewinnrückgang wird durch die Wachstumsperspektiven aufgehoben.

Neben dem Wachstum im Bereich Cloud-Computing überzeugt vor allem der Ausblick das neue Windows 10. Ganz nebenbei bietet Microsoft eine Dividendenrendite von 2,6% sowie ein hohes Eigenkapital von knapp 90 Mrd $.

4. Februar 2015

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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