Microsoft und Adobe kann niemand das Wasser reichen

Microsoft Logo RED_shutterstock_520693948_Volodymyr Kyrylyuk

Die Software-Riesen Microsoft und Adobe haben erfolgreich vom Verkauf von einzelnen Datenträgern auf ein webbasiertes Abo-Modell umgestellt. (Foto: Volodymyr Kyrylyuk / shutterstock.com)

Der Start in das neue Geschäftsjahr überzeugte. Im 1. Quartal übertraf Microsoft unsere Erwartungen. Der Umsatz stieg um 13,7% auf 33 Mrd. $. Der Gewinn wuchs um 21% auf 10,7 Mrd. $. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich ebenfalls zweistellig um über 27% auf 12,7 Mrd. $. Der Cashflow konnte um 1,2% auf 13,8 Mrd. $ gesteigert werden. Diese positiven Zahlen veranlassten das Management die Dividenden auf 0,51 $ pro Aktie zu erhöhen, was eine Steigerung von 11% bedeutet.

Auf allen Absatzmärkten und in allen Segmenten erhöhte sich der Umsatz deutlich

Insbesondere die Cloud-Lösung stößt auf eine hohe Nachfrage und stieg um 27% auf 11 Mrd. $. Speziell die Azure-Cloud fiel erneut sehr positiv auf. Bei einer der neusten Cloud-Lösungen handelt es sich um eine von Microsoft entwickelte Software, die Drohnen ausstattet, um Fotos von Gebäuden und Brücken aufzunehmen, um Baumängel sowie Risse zu entdecken. Mit einer EBIT-Marge von 35% konnte die Profitabilität wieder einmal erhöht werden. Dies resultierte sowohl aus dem erhöhten Umsatz als auch aus der unterproportionalen Umsatzkostensteigerung durch Effizienzsteigerungen in der Produktion.

Trotz der hohen Dividendenzahlungen verbesserte sich die Liquiditätslage und die Eigenkapitalquote von 35,7 auf 38%. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten wurden reduziert, was zur Verbesserung der Finanzierung des Vermögens beitrug.

Unternehmensporträt

Microsoft ist der weltgrößte unabhängige Entwickler von Produkten und Technologien für den Computer. Die Produktpalette umfasst die Betriebssysteme Windows sowie Office-, Server-, Entwickler-, Homeoffice-, Internet-, Mobile-, Macintosh– und PC-Spiele-Software. Daneben wird Hardware für den PC (Maus, Tastatur, Joystick, Xbox) vertrieben. Zusätzlich betätigt sich Microsoft als Internet-Service-Provider (MSN).

Adobe Systems hat für 2019 hervorragende Zahlen vorgelegt

Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht. Der Umsatz stieg um fast ein Viertel auf rund 11,2 Mrd. $. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 13,9% auf knapp 3 Mrd. $. Neben einer starken Kundenbindung durch das Abonnement-Geschäft konnte uns Adobe auch produktseitig überzeugen.

Microsoft Logo RED_shutterstock_520693948_Volodymyr Kyrylyuk

Ken Fisher: Die drei größten Investments der AnlegerlegendeSo stellt der Top-Investor Ken Fisher sein 90 Milliarden Dollar schweres Portfolio auf. Auf dem Treppchen stehen etablierte US-Großkonzerne › mehr lesen

Dabei setzt der Software-Konzern auf eine stetige Verbesserung seiner Programme, um seine herausragende Marktposition weiterhin zu verteidigen. Besonders wichtig ist der Markt für Grafikprogramme. Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Während Adobe Photoshop immer noch eine monopolartige Stellung im Markt einnimmt, geht die Entwicklung rasant weiter.

Megatrend Virtual Reality

Der Megatrend heißt Virtual Reality, also das Geschäft mit künstlichen 3D-Umgebungen. Was in der Spielebranche schon als nächster Strukturwandel seit dem Internet eingestuft wird, kann bei Grafikanwendungen nicht weniger wegweisend sein. Um auch hier wieder ganz vorne mitzuspielen, hat Adobe das VR-Geschäft Oclus Medium von Facebook übernommen.

Die 3D-Software wurde vor 3 Jahren von Facebook auf den Markt gebracht und hat bereits viele Anhänger gefunden. Die Software wird als Bildhauerei-Software bezeichnet, weil mit den Händen oder Controllern Zeichnungen plastisch abgebildet werden können, sodass sie auch für 3D-Drucker geeignet sind. Einsatzfelder sind überall, wo Grafikprogramme eingesetzt werden oder Prototypen für die Produktion angefertigt werden müssen – sprich: ein gigantischer Markt.

Unternehmensporträt

Das im Jahr 1982 gegründete Softwarehaus Adobe Systems ist nicht nur durch sein plattformübergreifendes PDF-Format populär. Auch im Bereich der digitalen Bildbearbeitung ist das Unternehmen mit Photoshop und zahlreichen anderen Softwarewerkzeugen sehr gut vertreten. Insgesamt ist Adobe heute in den 3 Kerngeschäftsbereichen tätig: Digital Media, Digital Marketing und Print and Publishing.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Volker Gelfarth. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz