Microsoft und Adobe Systems sind ideal für weiteres Wachstum aufgestellt

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Cloud-Geschäfte und strategische Übernahmen werden bei beiden Unternehmen auch in Zukunft für starkes Wachstum sorgen. (Foto: Volodymyr Kyrylyuk / shutterstock.com)

Bei Microsoft läuft derzeit alles nach Plan. Die Zahlen zum 1. Quartal des Fiskaljahres 2019 fielen hervorragend aus. Während der Umsatz um 18,5% auf 29,1 Mrd. $ zulegte, konnten die Produktions- und administrativen Kosten stabil gehalten werden.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 29,2% auf 9,9 Mrd. $. Die EBIT-Marge verbesserte sich damit um 2,8 Prozentpunkte auf 34,2%. Die niedrigere Steuerquote und das laufende Aktienrückkaufprogramm sorgten für einen Anstieg des Gewinns pro Aktie von 35,7% auf 1,14 $.

Wachstumstreiber Nummer 1 war einmal mehr das Cloud-Geschäft

Mit einem Umsatzwachstum von 47% auf 8,5 Mrd. $ spielt die Cloud bereits fast ein Drittel der Gesamtumsätze ein. Der stabile Cashflow erlaubt Microsoft darüber hinaus, das massive Shareholder-Value-Programm weiter zu forcieren. Allein im 1.Quartal nahm Microsoft 6,1 Mrd. $ für Aktienrückkäufe und Dividendenausschüttungen in die Hand. Im Sommer verkündete Microsoft die 7,5 Mrd. $ schwere Übernahme von Github.

Github-Übernahme wird Microsoft von Nutzen sein

Github ist die weltweit größte Software-Entwicklungs-Plattform, auf der mehr als 28 Mio. Entwickler an gemeinsamen Projekten arbeiten. Der Übernahmepreis wird in Form von Microsoft-Aktien bezahlt. Durch die Ausgabe eigener Aktien in Höhe von 7,5 Mrd. $ wird es zwar zu einem Verwässerungseffekt kommen. Aufgrund des laufenden Aktienrückkaufprogramms wird dieser jedoch nur bei weniger als 1% liegen.

Microsoft ist ideal für weiteres Wachstum aufgestellt. Das Management tätigt strategische Übernahmen, die optimal in das bestehende Produktportfolio eingebunden werden.

Unternehmensporträt

Microsoft ist der weltgrößte unabhängige Entwickler von Produkten und Technologien für den Computer. Die Produktpalette umfasst die Betriebssysteme Windows sowie Office-, Server-, Entwickler-, Homeoffice-, Internet-, Mobile-, Macintosh– und PC-Spiele-Software. Daneben wird Hardware für den PC (Maus, Tastatur, Joystick, Xbox) vertrieben. Zusätzlich betätigt sich Microsoft als Internet-Service-Provider (MSN).

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Adobe Systems präsentierte hervorragende Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr

Während der Umsatz um 23,7% auf 9 Mrd. $ zulegte, kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 31% auf 2,8 Mrd. $. Die EBIT-Marge verbesserte sich somit um 1,8 Prozentpunkte auf 31,5%. Unterm Strich schoss der Gewinn pro Aktie um 53,8% auf 5,20 $. Es handelt sich zwar noch um die vorläufigen Zahlen, man kann aber bereits jetzt sagen: Adobe hat es schon wieder getan. Umsatz, Gewinn und Cashflow notieren auf Rekordwerten.

Dass diese Rekordjagd auch zukünftig fortgeführt wird, präsentierte das Management auf der diesjährigen Adobe MAX Creativity Conference. Auf Basis aktueller Research-Daten rechnet Adobe mit einem Wachstum des Gesamtmarkts im Jahr 2020 von 83 Mrd. auf 109 Mrd. $. Adobe geht davon aus, auf diesem Markt ein jährliches Wachstum von 20 bis 25% zu erzielen. Dabei wurde jedoch die Marketo-Akquisition noch nicht berücksichtigt, die Ende 2018 abgeschlossen wurde.

Marketo ist der Weltmarktführer im Bereich B2B-Marketing

Ziel ist es, die Adobe Marketing Cloud mit den Produktlösungen von Marketo zu verknüpfen. Darüber hinaus präsentierte Adobe eine neue Version des PDF-Programms Adobe Acrobate DC, mit dem allein 2018 mehr als 200 Mrd. PDFs geöffnet wurden, ein neues Tool zur Videobearbeitung in der Adobe Creative Cloud, wie auch eine Partnerschaft mit Microsoft und SAP.

Im Zuge der Partnerschaften sollen Schnittstellen zwischen den Programmen geschaffen werden, um eine nahtlosere Kommunikation für gemeinsame Kunden zu ermöglichen.

Unternehmensporträt

Das im Jahr 1982 gegründete Softwarehaus Adobe Systems ist nicht nur durch sein plattformübergreifendes PDF-Format populär. Auch im Bereich der digitalen Bildbearbeitung ist das Unternehmen mit Photoshop und zahlreichen anderen Softwarewerkzeugen sehr gut vertreten. Insgesamt ist Adobe heute in den 3 Kerngeschäftsbereichen tätig: Digital Media, Digital Marketing und Print and Publishing.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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