Mieterwechsel – Chance und Risiko zugleich!

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Nutzen Sie den Mieterwechsel um mit schnellen Handgriffen und kleinem Budget die Wohnung etwas aufzuwerten. Wie Sie das machen lesen Sie in diesem Beitrag. (Foto: Alexander Raths / Shutterstock.com)

Jeder Vermieter kennt ihn: den Mieterwechsel!

Mieter ziehen aus den unterschiedlichsten Gründen aus. Auf die wenigsten hat der Vermieter Einfluss, es sei denn, die Wohnung ist mängelbehaftet und der Vermieter nicht bereit, diese Mängel zu beheben.

In den hochpreisigen deutschen Ballungszentren, ich nenne hier exemplarisches immer die „Big Seven“, freuen sich Vermieter nicht selten über Mieterwechsel, weil sie diesen nutzen, um die Miete zu steigern.

In der Fläche, abseits der Hot-Spots, ist dieses Mietsteigerungs-Potential durch Neuvermietung aber oft begrenzt.

Aus zwei Gründen:

Zum einen sind dort die Vergleichsmieten nicht so drastisch angestiegen.

Zum anderen hat der kluge Vermieter es gerade bei langjährigen Mietern nicht unterlassen, die Miete regelmäßig anzupassen!

Dies ist übrigens ein wichtiger Hinweis:

Aus falscher Scham sollte kein Vermieter die regelmäßige Anpassung der Miete außer Acht lassen. Das hat nichts mit Gier zu tun, sondern soll lediglich die Miete an die Inflation anpassen.

Denn: Die Leistung, also die zur Verfügung gestellt Wohnung, bleibt gleich, jedoch wird der Preis für diese Leistung, nämlich die Miete, schleichend weniger!

Um nicht nach langen Mietzeiten mehr und mehr unrentabel zu vermieten, gibt es gesetzliche Vorgaben, nach denen der Vermieter auch im laufenden Mieterbestand die Miete anpassen darf.

Aber zurück zum Mieterwechsel:

Einen guten Mieter zu verlieren, ist sehr schade!

Besonders, wenn die Mietzahlung ausnahmslos pünktlich stattfand und es auch sonst keine Probleme gab.

Ein neuer Mieter stellt immer –trotz qualifizierter Mieterauswahl- ein Risiko dar.

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Zum Thema Mieterauswahl habe ich schon öfter geschrieben, daher gehe ich hier nicht weiter darauf ein.

Den Mieterwechsel zu nutzen kann aber auch bedeuten, die Wohnung etwas aufzuwerten.

Das muss auch nicht teuer sein, erst recht nicht, für die handwerklich Begabten unter Ihnen.

Praxistipp

Gerade älter Bäder mit unansehnlich und farblich eher abschreckenden Fliesen lassen sich kostengünstig aufpeppen.

Bei der Badsanierung Light können Sie mit dem Fliese-auf-Fliese-Verfahren dem Bad einen neuen Look verpassen.

Hier kommen speziell vergütete Fliesenkleber und Fugenmörtel zum Einsatz. Diese Methode ist mit nahezu jedem Design anwendbar, sofern ein fester und tragfähiger Grund vorhanden ist.

Noch einfacher ist es, in die Jahre gekommene Fliesenspiegel mit Fliesenbeschichtungssystemen schnell und wirkungsvoll aufzupeppen.

Eine ausführliche Arbeitsanleitung finden Sie unter www.diy-academy.eu und dem Suchwort „Fliesen überstreichen“.

Das Ergebnis ist erstaunlich und, gut gemacht, wirkt so ein aufgefrischtes Bad modern und einladend.

Damit erweitern Sie nicht nur den Kreis potentieller neuer Mieter, sondern können meist auch etwas mehr an Miete verlangen und steigern die Bindung des Mieters an die Wohnung.

Denn besser als häufiger Mieterwechsel ist natürlich das stressfreie und möglichst harmonische, langfriste Mietverhältnis.

Auch 2018 bleibt es bei dem Grundsatz:

Investieren Sie, aber investieren Sie klug.


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Von: Andreas Sell. Über den Autor

Andreas Sell ist heute als Investor, Geschäftsführer verschiedener Grundstücksgesellschaften, Beiratsmitglied einer Münchener Fondsgesellschaft und Autor tätig.