Milliarden dank Internet der Dinge?

Intel RED_shutterstock_398463883_StockStudio

An der Börse wird die Zukunft gehandelt. Umso besser, wenn Investoren während des Wartens eine Dividende kassieren. Wie bei Intel. (Foto: StockStudio / shutterstock.com)

Wissen Sie eigentlich, welcher Prozessor in Ihrem PC steckt? In den allermeisten Fällen kommen die Rechenkerne von AMD oder Intel. Sollten Sie diese Nachricht mit dem Smartphone lesen, sind weitere Hersteller in der Verlosung. Dennoch bleibt Intel die unangefochtene Nummer 1, wenn es um Prozessoren geht. Doch wie kommt das Unternehmen damit zurecht, dass immer weniger PCs verkauft werden? Wir haben für Sie die Analyse gemacht!

Doch zunächst zum Unternehmen an sich. Intel produziert und vermarktet Computerkomponenten und -produkte. Zu den wichtigsten Produkten zählen Mikroprozessoren (Pentium-Chips), Chipsets, integrierte intelligente Chips, Microcontroller, Flash-Memory-, Konferenz-, Graphik-, Netzwerk- und Kommunikationsprodukte, System-Management-Software sowie Produkte zur digitalen Bildverarbeitung.

Intel ist solide positioniert

Intel hat für 2018 sensationelle Zahlen vorgelegt. Der Chip-Dinosaurier hat seinen Umsatz um 12,9% auf rund 70,9 Mrd $ ausbauen können. Unterm Strich hat sich der Gewinn mehr als verdoppelt und lag damit bei rund 21 Mrd $. Nach den schwachen Vorjahresergebnissen ist das ein echter Befreiungsschlag. Der operative Gewinn verbesserte sich um 29,2% auf 23,3 Mrd $. Im 1. Quartal hat sich die Entwicklung bereits abgekühlt. Die Zahlen lagen deutlich unter unseren Erwartungen.

Der Umsatz blieb nahezu auf dem Vorjahresniveau. Dabei ging der Gewinn um 6,5% auf 0,87 $ pro Aktie zurück. Zudem hat Intel seine Wachstumsprognose für 2019 gesenkt. Es wird nur noch ein einstelliges Umsatzplus erwartet. Die Rentabilität soll jedoch weiter verbessert werden. Intel rechnet mit einem stagnierenden oder sogar rückläufigen Geschäft bei seinen Chips für klassische Computer. Insgesamt hätte sich der Wettbewerbsdruck im Markt erhöht. Dennoch zählt Intel zu den klaren Marktführern und wird seine starke Marktposition langfristig verteidigen können.

Warum Sie bei der Aktie dabei sein sollten

Die entscheidenden Wachstumsimpulse werden künftig aus neuen Anwendungsfeldern kommen. Das Internet der Dinge, wie die intelligente Vernetzung von Alltagsgegenständen sperrig bezeichnet wird, steht erst ganz am Anfang der Erfolgsgeschichte. Bei Intel macht dieser Bereich heute mit einem Umsatz von rund 3,5 Mrd $ weniger als 5% des Konzernumsatzes aus. Langfristig wird sich das ändern. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg.

Anleger von heute haben die Chance, diesen Weg von Anfang an zu beschreiten. Da schwer absehbar ist, wann das Internet der Dinge wirklich durchstartet, bietet es sich an, bei Intel dabei zu bleiben. Der Weg in die Zukunft wird Ihnen dabei mit einer Dividendenrendite von 2,7% versüßt. Das ist zwar nicht sehr viel, aber dennoch attraktiv. Hinzu sollten Kursgewinne aufgrund der allgemein guten Aussichten bei Intel kommen. Die Aktie kann für Sie ein gutes Investment sein!

Intel RED_shutterstock_398463883_StockStudio

Halbleiterindustrie: Die Kluft zwischen Gegenwart und ZukunftEs war kein einfaches Geschäftsjahr. Dabei könnte der langfristige Ausblick kaum besser sein. Die Digitalisierung ist das Zukunftsthema schlechthin. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Volker Gelfarth. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz