Millionen D-Mark Scheine unter deutschen Kopfkissen

Seit Anfang 2002 bezahlen die Deutschen mit dem Euro. Trotzdem besitzen sie noch immer mehrere Milliarden D-Mark in Scheinen und Münzen. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Am 1. Januar 2002 hat der Euro die Deutsche Mark als offizielles Zahlungsmittel abgelöst.

Doch die D-Mark ist seitdem weder aus den Köpfen noch aus dem Besitz vieler Bundesbürger verschwunden: Knapp 13,6 Milliarden D-Mark wurden noch immer nicht bei der Bundesbank in Euro umgetauscht – dies entspricht ca. 175 Millionen DM-Scheinen sowie ungefähr 24 Milliarden DM-Münzen, die noch immer unterm Kopfkissen oder im Keller ihr Dasein fristen.

Rund 14 Milliarden Deutsche Mark in Münzen und Scheinen sind weiterhin im Umlauf

Die Gesamtsumme von 13,6 Milliarden D-Mark, die laut Bundesbank im Dezember 2009 noch in Deutschland kursierte, verteilt sich zu nahezu gleichen Teilen auf Scheine und Münzen auf: rund 6,6 Milliarden D-Mark in Scheinen sowie ca. 7 Milliarden D-Mark als Münzen. Auch Kleinvieh macht also ordentlich Mist, denn oftmals findet sich in deutschen Haushalten noch jede Menge Klimpergeld in der alten Währung.

Deutsche tauschen weiterhin um

Nach Informationen der Bundesbank tauschen jeden Tag rund 1.400 Bundesbürger noch D-Mark in Euro um. Eine Frist für den Umtausch von D-Mark in Euro existiert jedoch nicht, da die Bundesbank eine unbefristete Umtauschgarantie gibt.

2009 sind rund 160 Millionen D-Mark in die neue Euro-Währung umgetauscht worden.

GeVestor.de meint: Aus nostalgischen Gründen ist es sicherlich schön, ein Erinnerungsstück an diese Währung zu behalten. Die eigenen DM-Bestände jedoch ohne Sammler-Hintergrund weiterhin zu horten, ist nicht sinnvoll: Es handelt sich um totes Kapital, das Sie nicht gewinnbringend anlegen können.

Deshalb sollten Sie einen Abstecher zur nächstgelegenen Filiale der Bundesbank machen und Ihre alten DM-Scheine und –Münzen in Euro umtauschen.

Nach einer Währungsreform: alte Scheine wertlos

Wir sind uns zudem sicher, dass unabhängig von der weiteren Entwicklung in der Eurozone die alten Scheine wertlos sein werden. Denn: der Umlauf an alten D-Mark-Beständen ist wiederum viel zu gering, um damit eine Wirtschaft in Gang zu halten.

Auf die bestehenden Bestände braucht daher die Bundesbank keine Rücksicht zu nehmen. Wahrscheinlicher ist es in einem solchen Fall, dass die Euro-Bestände aus Deutschland selbst verwendet werden. Es geht um das berühmte „X“ vor der Seriennummer.

Jeder Schein hat eine Seriennummer, vor der ein Buchstabe auftaucht. Das „X“ steht für Deutschland. Im ersten Schritt könnte eine Bundesbank einfach das „X“ als Zeichen für deutsches Geld verwenden. Technisch ist dies möglich.

Achtung: diese Zeichen stehen für die Euroscheine anderer Länder – die dann sogar wertloser würden.

  • V steht für Spanien
  • M steht für Portugal
  • T für Irland
  • S steht für Italien
  • Y steht für das unvermeidliche Griechenland

GeVestor meint auch hierzu: keine Angst, so schnell kommt es nicht zu einer durchgreifenden Währungsreform. Behalten Sie die technischen Möglichkeiten allerdings im  berühmten Hinterkopf.


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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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