Kellogg: Millionen Kunden aus aller Welt

Eine starke Marke mit vielen Kunden ist Gold wert. Doch was, wenn das Geschäft schwächelt: Chance oder Risiko? Wir haben genau hingeschaut: (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Wie halten Sie es mit dem Frühstück: lieber deftig mit Käse und Wurst oder darf’s auch mal ein süßer Brotaufstrich sein?

Millionen Menschen mögen es morgens schnell und setzen auf Müsli. Wer es auch dabei süß haben will, der kauft am besten Produkte aus dem Supermarkt.

Kellogg macht sich seit Jahrzehnten einen guten Namen.

Wenn es am Morgen schnell gehen und knuspern soll, sind Cornflakes oder auch auf Kinder zugeschnittene Produkte für Viele die erste Wahl.

Doch welche Aktie profitiert?

Kellogg gibt weltweit den Ton an

Kellogg ist der weltweit führende Hersteller von Cerealien (Frühstücks-Flocken, Müsli). Daneben werden weitere Nahrungsmittel auf Getreide-Basis hergestellt:

  • Fertign-Nahrung,
  • Toastgebäck,
  • gefrorene Waffeln
  • und Bagels.

Das Unternehmen profitiert von starken Marken-Namen wie Kellogg’s, Morningstar Farms, Keebler oder Nutri-Grain.

Die Produkte werden in 18 Ländern produziert und in mehr als 180 Ländern vertrieben.

Interesse an Cerealien schwindet

Das veränderte Konsum-Verhalten bremst das Wachstum; für das 1. Halbjahr meldete Kellogg erneut einen Umsatz-Rückgang um 3,3%.

Der Gewinn ist dagegen aufgrund deutlich geringerer Zinslasten um 19,6% gestiegen.

Das wichtige US-Geschäft schrumpfte wegen der schwachen Nachfrage nach Frühstücks-Flocken und Snacks um 3,5%.

In Europa ging es aus den gleichen Gründen sogar um 12,1% nach unten. Besser lief es in den kleineren Absatzmärkten Lateinamerika und Asien: Dort stiegen die Umsätze insgesamt um 10,2%.

Während in den USA auch das operative Ergebnis gesunken ist, ist es in den anderen Regionen gestiegen.

Dennoch errechnet sich auf Konzern-Ebene ein Rückgang um 8,3% auf 813 Mio. $. Im 2. Quartal lag das Ergebnis aber mit 453 Mio. $ um 0,9% über Vorjahres-Niveau.

Licht am Ende des Tunnels

Offensichtlich beginnen die Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität im Rahmen des „Project K“ allmählich zu greifen:

Um Kosten zu sparen, setzt Kellogg u. a. auf die Strategie, Produkte nicht mehr direkt an die Filialen der Einzelhändler zu liefern, sondern an deren Verteilerzentren.

Zudem will die Firma den Umsatz mit probiotischen Produkten ankurbeln. Allerdings gibt es noch keine Studie, die einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden nachweisen konnte.

Die Gewinn-Prognose wurde etwas angehoben: Auf bereinigter Basis erwartet Kellogg jetzt 4,03 – 4,09 $ pro Aktie.

Der tatsächliche Gewinn wird aufgrund von Sondereffekten wie Restrukturierungs-Kosten und negative Wechselkurs-Effekte geringer ausfallen.

Die höhere Rentabilität im 2. Quartal gibt Anlass zur Hoffnung auf Besserung.

Anleger sollten aber noch abwarten – eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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