Minenaktien noch mal unter Druck

Jetzt sacken die Minenaktien noch einmal ab. Selbst Marktführer wie Barrick Gold notieren jetzt nur noch knapp über den Tiefständen. Das bietet auf jeden Fall Chancen. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Die Lage für die internationale Minenbranche bleibt weiter angespannt. Davon kann man auf jeden Fall reden, wenn einer der maßgeblichen Indizes der Branche an nur einem Tag um 5,5 % einbricht. So ist es beispielsweise gestern beim HUI Index passiert. In diesem maßgeblichen Branchenindex sind 18 der größten Goldminenfirmen der Welt enthalten.

Mit nur noch 106 Punkten notiert der Index ganz knapp über den 52 Wochen Tief von 101 Punkten. Wie heftig allerdings die Kursrücksetzer der gesamten Branche sind, zeigt der Blick auf die etwas längerfristige Entwicklung bei diesem Index. In zwölf Monaten hat der Index sich nahezu halbiert.

Noch dramatischer wird es beim Blick auf die 3-Jahresentwicklung: Hier hat einer der maßgeblichen Indizes der Goldminenbranche knapp 80 % an Wert verloren. Was die Unternehmen hier durchmachen müssen, verdeutlicht Ihnen sehr schön der Blick auf die weltweite Nummer eins bei den Goldminen: Barrick Gold.

HUI-Goldminenindex mit 80% Minus in 3 Jahren

Natürlich ist diese Aktie auch einen großen Werte im HUI Goldminenindex. Die Entwicklung bei Barrick Gold spiegelt sehr schön die Krise der Minenwerte wieder. Vom Jahreshoch Ende Januar bis jetzt hat die Aktie noch einmal 50 % an Wert verloren. Doch auf die schon erwähnte Dreijahresperiode ist die Aktie sogar um 80 % eingebrochen – genauso wie der Index.

Barrick Gold und die anderen Minenproduzenten stehen halt in der aktuellen Phase vor extremen Herausforderungen. Die Edelmetallpreise notieren auf Mehrjahres-Tiefständen. Im Falle von Rekord und anderen Minenfirmen drückt ein immenser Schuldenberg auf die Bilanz. Doch der operative Cashflow reicht nicht aus, um die Schulden maßgeblich zu drücken.

Barrick Gold und die anderen Minen müssen an verschiedenen Stellschrauben drehen, um die Bilanz wieder auf Vordermann zu bringen. Dazu dienen auf jeden Fall massive Kostensenkungen. Die wirken sich schon jetzt positiv aus. Doch sollte das negative Preisumfeld bei den Edelmetallen weiter anhalten, reichen diese Maßnahmen eben nicht aus.

Damit gilt ganz klar: Ohne eine nachhaltige Erholung beim Goldpreis wird es auch bei den Minen kurzfristig nicht deutlich nach oben gehen.

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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