Mischfonds: die beste Strategie für kommende Finanzmarktkrisen

Wer in den kommenden Jahren Aktien scheut, wird mit den Fonds glücklicher:

Mischfonds reduzieren das scheinbare Risiko der Dividendentitel stark, denn:

Je nach Ausrichtung gehen 30% bis 70% eines solchen Fonds in Rentenpapiere, also Anleihen. Das bedeutet für Sie: Wenn Aktien aufgrund der Finanzmarktsituation nicht funktionieren, werden Anleihen besser performen und umgekehrt.

Denn: Üblicherweise schichten die meisten Investoren das Geld zwischen diesen beiden Anlageformen hin und her.

Üblicherweise, sagen wir, denn aktuell hat die Realität einige dieser Annahmen auf eine harte Probe gestellt. Oft sind Anleihen und Aktien zeitgleich gestiegen, wie sich etwa 2011 in weiten Teilen zeigte. Nichtsdestorrotz werden diese Entwicklungen sich 2012 und 2013 wieder ändern.

Zinsen werden anziehen

Bei steigenden Zinsen, die moderat anziehen, wechseln zahlreiche Investoren in Aktien, sofern die bisherigen Anleihen nicht genügend Zinsen bringen. Aber:

Steigen die Zinsen zu stark, belastet dies wiederum die Aussicht und damit auch Performance von Aktien.

Konkret rechnen wir dann damit, dass es zu größeren Ausschlägen an den Aktienbörsen kommt.

Falls Sie sich davor schützen wollen, sind Mischfonds die beste Wahl:

Mischfonds brachten auch in den vergangenen Jahren die besten Performance-Werte – bezogen auf das Risiko und die Rendite.

  • So schaffte ein französischer Fonds, den wir oft empfohlen haben, etwa 6,5% Rendite pro Jahr: der „Carmignac Patrimoine“.
  • Ein anderer Fonds- der M&G Optimal Income“, kam sogar auf einen Wert in Höhe von etwa 15% jährlich.
  • Auch in den vergangenen 12 Monaten sind diese Fonds bestens gelaufen: Der Carmignac barachte 4,5%, der M&G insgesamt 10,1%.
  • 4,5% sind in diesem Zusammenhang viel, da der Fonds wie andere Rentenfonds auch mit sinkenden Renditen bei Anleihen kämpfen musste.

Wichtig ist: Beide Fonds können Sie über die Börse an- und wieder verkaufen. Dies sichert Ihnen die Chance, bei drehendem Markt – etwa zugunsten von Aktien – auch wieder schnell und vor allem kostengünstig aus dem Investment aussteigen zu können.

Sie verlieren „nur“ den „Spread“ (Unterschied zwischen An- und Verkaufskursen).

GeVestor meint: Beide Mischfonds sind geeignet, wenn Sie sich nicht direkt für Aktien entscheiden können oder wollen – zumindest als Beimischung im Volumen von etwa 20%.

Eine Alternative sind weiterhin ETFs auf Indizes wie den Dax – so Sie diese Fonds lang halten, sind diese vergleichsweise sicher. Rückgerechnet auf die Gründung zum 1. Januar 1988 etwa hätten „sogar“ Sparpläne mit immer späteren Einzahlungen jährlich eine hohe Rendite gebracht:

+ 7,5% bis etwa 8% waren möglich – durch alle Krisen hindurch. Damit sind auch ETFs auf Aktienindizes wie den Dax krisengeeignet. Nur: kurzfristig wird niemand die Entwicklung des Dax mit höchster Sicherheit prognostizieren wollen. Fällt Portugal, werden die Märkte kurzzeitig nervös.

Mehr zum Thema: Mischfonds: Vor- und Nachteile

21. März 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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