Mit Aurelius haben Sie eine Mischung aus Value und Dividende

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Aurelius führt ein Portfolio aus aktuell 23 Tochtergesellschaften, die stark in ihrer Nische und oft Marktführer sind. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Aurelius führt ein Portfolio aus aktuell 23 Tochtergesellschaften, die stark in ihrer Nische und oft Marktführer sind. Aurelius ist aber auch eine Mischung aus Value- und Dividendentitel. Wenn Sie sich Aurelius-Aktien ins Depot legen, erfüllen Sie damit eines der obersten Gebote der Kapitalanlage, nämlich das Risiko möglichst breit zu streuen. Und obendrauf zahlt Ihnen Aurelius noch eine kräftige Dividende.

Aurelius bringt Gestrauchelte in die Spur zurück

Aurelius wurde 2006 gegründet und ist seitdem ein international erfolgreicher Player im Markt für Unternehmensübernahmen. Das Unternehmen ist als Beteiligungsgesellschaft auf Investitionen in Gesellschaften in Umbruch- und Sondersituationen spezialisiert. Dazu zählen ungeregelte Unternehmensnachfolgen, signifikante operative Probleme wie auch die Ausgliederung von Tochterunternehmen oder Unternehmensteilen.

Dabei erstreckt sich das Engagement vom Erwerb über die Restrukturierung und Sanierung bis hin zur Veräußerung der Beteiligungen. Aurelius agiert über eigene Akquisitions-Spezialisten wie auch externe Berater und versucht über die Weiterentwicklung der eingegangenen Beteiligungen den Unternehmenswert zu steigern.

Dabei werden Bereiche wie Finanzen, Organisation, Produktion, IT, Einkauf, Vertragswesen wie auch Marketing und Vertrieb einer Überprüfung unterzogen. Durch diese aktive operative Begleitung profitieren die Tochtergesellschaften von der Managementerfahrung und der Finanzkraft des Mutterkonzerns.

Nicht jeder kommt ins Portfolio

Aktuell zählen 23 Tochtergesellschaften mit Standorten in Europa, Asien und den USA zum Unternehmen. Dazu gehören Traditionsmarken wie Scholl und Office Depot ebenso wie die großen Industrieunternehmen HanseGroup und CalaChem. Die Akquisition von Unternehmen erfolgt nach strengen Investitionskriterien, unterliegt aber keinem Branchenfokus.

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Bei der Identifikation geeigneter Akquisitionsziele kann sich Aurelius auf ein breites Netzwerk an Entscheidungsträgern aus Konzernen sowie M&A-Beratern und Investmentbanken stützen. Aus München und London werden die Tochterunternehmen von Aurelius gesteuert.

Aurelius mit gutem Auftaktquartal

Aurelius hat für das 1. Quartal 2018 gute Geschäftszahlen präsentiert. Der Umsatz lag mit 912,3 Mio. € insbesondere aufgrund der im Geschäftsjahr 2017 erfolgten Verkäufe von Secop, Getronics und der Studienkreis-Gruppe leicht unter dem Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 10,7 Mio. € (Q1 2017: 293,2 Mio. €) wobei der Vorjahreswert stark von den Erträgen aus der Auflösung negativer Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung (bargain purchase) der zum 1. Januar 2017 erworbenen Office Depot Europe geprägt war.

Im 1. Quartal 2018 betrug der bargain purchase 4,5 Mio. € (Q1 2017: 265,1 Mio. €). Die Kaufpreisallokationen der im 1. Quartal 2018 erworbenen Gesellschaften sind noch nicht abgeschlossen und daher vorläufig. Die Restrukturierungs- und Einmalaufwendungen für die Neuausrichtung der Konzernunternehmen erhöhte sich von 13,2 auf 17,9 Mio. €. Die Erträge aus Verkäufen von Beteiligungen über Buchwert lagen bei 2,6 Mio. €.

Akquisitionen stärken das Portfolio

Im 1. Quartal 2018 wurde der weltweit tätige Multikanal-Buchhändler Bertram Group (vormals: Connect Books) in Großbritannien gekauft. Daneben hat Aurelius den Kauf von Abelan Board Industrial, einem namhaften Produzenten von Verpackungslösungen aus Karton und Vollpappe, als Add-on-Akquisition für die Konzerntochter Solidus Solutions abgeschlossen.

Die Aurelius Tochter GHOTEL hotel & living hat im März ein 4-Sterne-Hotel sowie die zugehörige Hotelimmobilie in Göttingen erworben. Vor dem Hintergrund dieser erfolgreichen Transaktionen und aufgrund fortgeschrittener Pläne für Verkäufe in diesem Jahr erwarte ich für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende in Höhe von 2,37 € je Anteilsschein. Damit fahren Sie eine Rendite von 4,3% ein.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.