Mit Aurelius werden Gestrauchelte wieder flott

Aurelius führt ein Portfolio aus 20 Tochtergesellschaften, die stark in ihrer Nische und oft Marktführer sind. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Aktuell zählen 20 Tochtergesellschaften mit Standorten in Europa, Asien und den USA zum Unternehmen. Dazu gehören Traditionsmarken wie Blaupunkt und Berentzen ebenso wie die großen Industrieunternehmen Getronics und CalaChem.

Die Akquisition von Unternehmen erfolgt nach strengen Investitionskriterien, unterliegt aber keinem Branchenfokus.

Bei der Identifikation geeigneter Akquisitionsziele kann sich Aurelius auf ein breites Netzwerk von Entscheidungsträgern aus Konzernen sowie M&A-Beratern und Investmentbankern stützen.

Aus München und London werden die Tochterunternehmen von Aurelius gesteuert. Künftig will der auf Sanierungsfälle spezialisierte Finanzinvestor Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von 30 bis 500 Mio. € kaufen.

Starker Jahresauftakt

Nach dem erfolgreichsten Jahr in der Unternehmensgeschichte ist Aurelius fulminant in das Geschäftsjahr 2013 gestartet. Im 1. Quartal steigerte der Konzern den Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 60,1% auf 377 Mio. €.

Durch die gute Entwicklung in den Konzernunternehmen konnte das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Ertragsteuern und Zinsen (EBITDA) um 82% auf 22,4 Mio. € zulegen.

Es enthält im Gegensatz zum Vorjahr keine Erträge aus der Auflösung negativer Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung („bargain purchase“), jedoch Restrukturierungs- und Einmalaufwendungen in Höhe von 6,9 Mio. €.

Der Cashflow betrug 15,6 Mio. € (Vorjahr: -14,1 Mio. €). Die liquiden Mittel lagen mit 237,1 Mio. € nur knapp unter dem Rekordwert vom 31. Dezember 2012.

Das 1. Quartal verlief erfreulich, und dieser Trend hat sich auch im 2. Quartal 2013 fortgesetzt. Die genauen Daten werden mit dem Halbjahresbericht am 14. August veröffentlicht.

Übernahmen stärken das Portfolio

Mit bereits vier Akquisitionen ist Aurelius sehr erfolgreich in das Jahr 2013 gestartet.

Neben der Studienkreis- Gruppe, die bereits seit dem 1. Januar 2013 zum Konzern gehört, wurden die Übernahme der deutschen und niederländischen Aktivitäten des finnischen Tieto-Konzerns, der Erwerb der TDS HR Services & Solutions GmbH von der Fujitsu-Tochtergesellschaft TDS Informationstechnologie AG und der Kauf des Kompressoren-Herstellers ACC Austria durch die Aurelius-Tochter Secop unterzeichnet.

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Alle drei Transaktionen sollen in den nächsten Monaten abgeschlossen werden. Insgesamt werden die Neuerwerbungen annualisiert rund 370 Mio. € zum Konzernumsatz beitragen.

57,6 Mio. € aus Kapitalerhöhung

Der Emissionserlös soll der Finanzierung des weiteren Wachstums dienen, weil der Markt für Unternehmenskäufe, in dem Aurelius aktiv ist, so gut wie lange nicht mehr ist.

Viele Konzerne trennen sich von potenziell lukrativen Randbereichen, weil sie nicht mehr zum Kerngeschäft passen. Im Mittelstand steht ein Generationswechsel an.

Für Aurelius das ideale Marktumfeld, um durch Zukäufe weiter zu wachsen und das langfristige Ziel von 5 Mrd. € Umsatz zu erreichen. Es wird aber nur gekauft, wenn die Möglichkeit besteht, das Investitionskapital zu vervielfachen.

Ausblick

Wir sind sehr zuversichtlich für 2013. Das 1. Quartal lief operativ noch einmal besser als das Vorjahr. Durch strategische Akquisitionen werden geschickt Synergieeffekte genutzt und langfristiges Wachstum sichergestellt.

Im Gegenzug werden auch entkonsolidierte Unternehmen wieder verkauft, aber nur wenn der Preis stimmt.

Fazit

Den Mix aus Value-, Small-Cap- und Dividendenkriterien erfüllt Aurelius bravourös. Nach unseren Berechnungen kommen wir auf eine jährliche Kursrendite von mindestens 18%. Neben dem rentablen Geschäftsmodell überzeugt uns die attraktive Dividendenpolitik.

Für das Geschäftsjahr 2013 erwarten wir eine Dividende in Höhe von 76 Cent je Aktie. Auf dem aktuellen Kursniveau entspricht dies einer Dividendenrendite von 3,3%.

Wenn die Geschäfte so erfolgreich laufen wie 2012, liegt vielleicht auch wieder eine Sonderdividende drin. Zudem ist die Aktie mit einem KGV von 9 günstig bewertet. Ein klarer Kauf.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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