Bayer Aktie: Starkes Geschäft ermöglicht höhere Dividende

Das Auf und Ab und wie geht es an den Börsen weiter, dürfte einigen Börsianern Kopfschmerzen bereiten.

Wie Tempo für Papiertaschentücher steht das Bayer Medikament Aspirin als Synonym für Schmerztabletten. Damit sollten Sie alle Börsenlagen gut überstehen – mit Aktie im Depot versteht sich.

Blockbuster

Obwohl Aspirin durch Nachahmerprodukte (ASS) große Marktanteile einbüßte, erzielt der Konzern mit der rezeptfreien Variante immer noch respektable Umsätze.

Mit Betaferon zur Therapie von Multipler Sklerose, der Verhütungspille Yasmin und Kogenate zur Behandlung der Bluterkrankheit hat Bayer sogar 3 Blockbuster im Programm. Das sind Medikamente, die pro Jahr 1 Mrd. € Umsatz bringen.

Starke Geschäftsdynamik

Das Geschäftsjahr 2014 war für Bayer operativ und strategisch sehr erfolgreich. Sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis (EBIT) konnte der Konzern neue Rekordmarken setzen.

Dazu hat vor allem die anhaltende Wachstumsdynamik in den Life-Science-Geschäften beigetragen, und hier insbesondere die erfreuliche Entwicklung der neueren Produkte. Auch bei MaterialScience legten der Umsatz und das Ergebnis erfreulich zu.

Darüber hinaus hat Bayer im vergangenen Jahr die Weichen für die Ausrichtung des Konzerns auf die Life-Science-Bereiche HealthCare und CropScience gestellt: MaterialScience soll bis spätestens Mitte 2016 als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht werden. Zudem wurden die Life-Science-Geschäfte durch Akquisitionen verstärkt.

Alle Sparten legen zu

Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2014 um 5,2% auf 42,24 Mrd. €. Währungs- und portfoliobereinigt entsprach das einem Zuwachs von 7,2%. Alle Sparten trugen zu diesem Anstieg bei. Das EBIT verbesserte sich um 11,6% auf 5,5 Mrd. €.

Künftig möchte Bayer besonders in den Schwellenländern wachsen. Schon jetzt stammen rund 37% des Umsatzzuwachses aus den Wachstumsmärkten. Sowohl im Pflanzenschutzgeschäft als auch im Bereich Pharma soll die Geschäftsentwicklung vorangetrieben werden.

Die gute Geschäftsentwicklung ging einher mit höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb. Unterm Strich verdiente Bayer mit 6,02 € je Aktie 7,3% mehr.

Wandel zum reinen Life-Science-Konzern

Auch strategisch war das Jahr 2014 für Bayer sehr erfolgreich. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. So wurde die Trennung von MaterialScience beschlossen und damit der Wandel zu einem reinen Life-Science-Unternehmen in die Wege geleitet.

Der bis spätestens Mitte 2016 geplante Börsengang des MaterialScience-Geschäfts ist auf Kurs. Darüber wurde durch Akquisitionen der Life-Science-Bereiche ausgebaut. Vor allem das Geschäft mit rezeptfreien Produkten wurde mit den Übernahmen des Consumer-Care-Geschäfts von Merck & Co., Inc. (USA) und der chinesischen Dihon Pharmaceutical Group Co. Ltd. erheblich verstärkt.

Auch die Akquisition der norwegischen Algeta ASA, mit der Bayer seit 2009 bei Entwicklung und Vertrieb des Krebsmedikaments Xofigo kooperiert hatte, wurde erfolgreich abgeschlossen.

Dividendenkönig

Seit 60 Jahren schüttet Bayer ununterbrochen eine Dividende aus. Und wir sind uns sicher, dass es so bleibt und erwarten für 2015 eine Steigerung um rund 7% auf 2,25 € je Aktie. Für das Geschäftsjahr 2015 stellte Dekkers zudem ein weiteres Umsatzwachstum sowie eine deutliche Steigerung des Ergebnisses in Aussicht.

2. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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