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Ob sie nun Gesund sind oder nicht: Cerealien sind günstig herzustellen und teuer zu verkaufen.

Für Unternehmen wie Kellogg ist das ein guter Grund, Frühstücks-Flocken herzustellen.

Auch wenn Ernährungs-Wissenschaftler und Sportler in Haferflocken noch immer die beste Form des Frühstücks sehen, finden Cerealien mit Geschmacks-Richtungen reißenden Absatz.

Zunehmend bieten Hersteller wie Kellogg aber auch Produkte für kritische Kunden an und verzichten auf Zucker und andere Zusätze.

Kellogg ist der weltweit führende Hersteller von Cerealien (Frühstücks-Flocken, Müsli). Daneben werden weitere Nahrungsmittel auf Getreide-Basis wie Fertig-Nahrung, Toast-Gebäck, gefrorene Waffeln und Bagels hergestellt.

Kellogg profitiert von starken Marken-Namen wie Kellogg’s, Morningstar Farms, Keebler oder Nutri-Grain. Die Produkte von Kellogg werden in 18 Ländern produziert und in mehr als 180 Ländern vertrieben.

Lichtblicke in den USA

Kellogg hat 2015 weniger umgesetzt und verdient. Negative Währungs-Effekte, Integrations- und Restrukturierungs-Aufwendungen belasteten den Umsatz mit 1,07 Mrd. $ und den Gewinn mit 743 Mio. $.

In allen Regionen und Geschäfts-Bereichen gingen die Umsätze zurück. Im US-Snack-Geschäft und in Europa sind aber die operativen Ergebnisse gestiegen.

Organisch gewachsen ist der Konzern in Europa, Lateinamerika und Asien. Aber auch im lange schwächelnden US-Cerealien-Geschäft geht es allmählich wieder aufwärts.

Kellogg steht auf dem Heimatmarkt im Konkurrenzkampf mit Anbietern von griechischem Jogurt und belegten Sandwiches, die immer mehr Marktanteile gewinnen.

Bei Kellogg gibt es Licht und Schatten

Mit Marken wie Special K will der Konzern der steigenden Nachfrage nach gesünderen und kalorienärmeren Produkten entsprechen.

Um das Wachstum auch insgesamt zu beschleunigen, investiert Kellogg in Produkt- und Verpackungs-Innovationen sowie in die Überarbeitung vieler existierender Produkte.

Möglich sind auch weitere Übernahmen. Dem Konzern wird Interesse am US-Unternehmen Diamond Foods nachgesagt, einem Hersteller von Kartoffelchips und Popcorn.

Branchen-Experten schätzen den Wert des Unternehmens auf rund 1,5 Mrd. $.

Auf bereinigter Basis sollen im laufenden Jahr der Umsatz um 1 bis 3%, das operative Ergebnis um 4 bis 6% und der Gewinn pro Aktie um 6 bis 8% steigen. Vergleichswert ist der bereinigte Gewinn von 3,53 $ pro Aktie.

Unter Berücksichtigung weiterer Kosten für die Pringles-Integration und das Restrukturierungs-Programm Project K schätzen wir den tatsächlichen Gewinn auf 3,20 $ pro Aktie.

Kellogg besticht durch eine geringe Zyklik und eine solide Dividende. Währungs-Schwankungen und die hohe Bewertung stehen weiteren Kursgewinnen aber etwas entgegen.

23. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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