Mit dieser automatischen Kursunterstützung meistern Sie die Krise

Dank einer eindrucksvollen Aufholjagd schloss die United-Internet-Aktie die vergangene Börsenwoche auf demselben Niveau ab wie die Woche zuvor.

Dazwischen lag eine veritable Berg- und Talfahrt: Zunächst ging es bis Mittwoch Nachmittag um über 7% nach unten – bis zum Jahrestief bei 35,77 €.

Anschließend erfolgte die Bewegung nach oben, so dass die Aktie mittlerweile wieder bei 38 € notiert.

United-Internet-Aktie holt auf

Wie geht es nun weiter mit der Aktie des europäischen Internet- und Telekom-Anbieters? Die Analysten sind optimistisch und verweisen gerne auf die breite Aufstellung des Konzerns aus dem rheinland-pfälzischen Montabaur.

Tatsächlich unterstrich Unternehmens-Chef Ralph Dommermuth erst gestern im „Handelsblatt“, dass United Internet nun auch im Bereich Glasfaser weiter zulegen möchte.

Nach eigenen Angaben ist United Internet nach der Deutschen Telekom der größte Netzbetreiber in Deutschland.

Nun will das Unternehmen Geschäftskunden Glasfaser-Anschlüsse bis ins Büro legen und damit der Telekom zusätzlich Konkurrenz machen.

Volle Kriegskassen

Sie sehen: Aus dem ehemaligen Internet-Service-Provider mit Marken wie 1&1, GMX oder Web.de ist längst ein wahrer Internet- und Telekom-Giganten geworden – ein Gigant mit vollen Kriegskassen.

Dazu passt es auch, dass United Internet kürzlich ein neues Aktienrückkauf-Programm auflegte:

Bis spätestens Herbst 2017 will das Unternehmen bis zu 5 Mio. eigene Aktien – das entspricht rund 2,44% des Grundkapitals – über die Börse zurückkaufen.

Aktuell hält United Internet 411.358 eigene Aktien. Diese und die in Zukunft zurückgekauften Aktien will das Unternehmen v. a. in Mitarbeiter-Beteiligungs-Brogramme und als Akquisitions-Währung für weitere Übernahmen einsetzen.

United Internet lässt sich aber auch die Option offen, die Aktien zwecks Kapital-Herabsetzung zu vernichten.

Aktienrückkäufer laufen besser

Für United-Internet-Aktionäre ist dies eine hervorragende Nachricht. Schließlich entwickeln sich die Aktien von Unternehmen, die ihre eigenen Aktien zurückkaufen, erwiesenermaßen besser als der Gesamtmarkt.

Der Rückkauf ist eine Art automatische Kursunterstützung, da die Unternehmen hierdurch Nachfrage und Kursverlauf der eigenen Aktie stärken.

In den vergangenen 10 Jahren ist der S&P 500 Buyback Index, der die 100 US-Unternehmen mit den größten Rückkauf-Programmen umfasst, deutlich besser gelaufen als der Vergleichsindex S&P 500.

Während sich der Buyback-Index (zu deutsch: „Rückkauf-Index“) um über 161% verbesserte, schnitt der US-amerikanische Leitindex S&P 500 mit einem Plus von 105% deutlich schlechter ab.

Schließlich sprechen für United Internet aber auch fundamentale Daten: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17 ist im historischen Vergleich niedrig, die Dividendenrendite liegt bei attraktiven 2,09%.

9. Juli 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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