Mit dieser Strategie meistern Sie die DAX-Krise

Diese Börsenwoche sollte man schnellstmöglich vergessen; allein der deutsche Leitindex DAX verzeichnet ein Minus von gut 4%.

Der Grund für die aktuelle Marktschwäche liegt v. a. in den USA: Wie geht am Dienstag die Präsidentschaftswahl aus?

Ihr Ausgang ist so unsicher wie kaum zuvor.

Analysten rechnen fest damit, dass bei einem Sieg der Demokratin Hillary Clinton die Börsen weltweit anspringen werden.

Was bei einem Sieg ihres republikanischen Kontrahenten Donald Trump passiert, weiß hingegen niemand vorherzusagen.

Klar ist nur: Wenn Sie heute an der Börse mehr Sicherheit haben möchten, müssen Sie auf entsprechende Trading-Strategien setzen, z. B. auf die sogenannte Rückkauf-Strategie.

Dabei investieren Anleger ausschließlich in Unternehmen, die ihre eigenen Aktien zurückkaufen und vernichten.

Aktie gewinnt automatisch an Wert

Durch den Aktienrückkauf stärken Unternehmen die Nachfrage und den Kursverlauf der eigenen Aktie.

Schließlich sorgt die Vernichtung der zurückgekauften Aktien für eine sinkende Gesamtzahl der Wertpapiere – jede Aktie gewinnt also automatisch an Wert, denn sowohl der Konzern-Gewinn als auch die Dividenden-Summe werden auf weniger Papiere verteilt.

Als Aktionär profitieren Sie im hohen Maße. Ein Beispiel:

Verringert ein Unternehmen seine Aktienzahl um 10% von 100 Mio. auf 90 Mio. Aktien, so steigt bei gleichbleibender Dividenden-Summe die Dividende je Aktie direkt um 12,5%.

Auch dies allein sorgt für eine deutlich steigende Nachfrage, der Aktienkurs klettert entsprechend immer weiter nach oben.

Den Vorteil der Aktienrückkauf-Strategie belegen auch entsprechende Indizes:

In den vergangenen 10 Jahren ist der S&P 500 Buyback Index, der die 100 US-Firmen mit den größten Rückkauf-Programmen umfasst, deutlich besser gelaufen als der Vergleichs-Index S&P 500.

Während sich der Buyback-Index (zu deutsch: „Rückkauf-Index“) um über 154% verbesserte, schnitt der US-amerikanische Leitindex S&P 500 mit einem Plus von 98% deutlich schlechter ab.

Swiss RE investiert 1 Mrd. Franken

Gestern berichtete der Schweizer Rückversicherer Swiss Re, dass er den in Aussicht gestellten Aktienrückkauf nun definitiv beginnen werde:

Ab heute will der Konzern mit dem Erwerb eigener Aktien bis zu 1 Mrd. Franken an die Aktionäre zurückgegeben.

Doch Achtung: Ein Aktienrückkauf sollte nicht der alleinige Kaufgrund für Sie als Anleger sein. Auch die Unternehmens-Zahlen sollten stimmen.

In dieser Hinsicht präsentierte sich Swiss Re gestern gut aufgestellt:

Zwar sank der Gewinn im 3. Quartal 2016 – v. a. aufgrund von hohen Ernte-Schäden in Europa – im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum um 16% auf 1,18 Mrd. Dollar.

Doch Analysten hatten mit einem weitaus schwächeren Ergebnis gerechnet.

Der Versicherungs-Konzern profitierte insbesondere vom Gewinnsprung in der Lebensversicherungs-Sparte und einem höheren Ertrag mit maßgeschneiderten Versicherungs-Lösungen.

Zudem verdienten die Schweizer gut an den Finanzmärkten.

4. November 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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