Mit ETFs sparen Sie die Gebühren für den Fondsmanager

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Mit passiven Indexfonds (ETFs) können Sie sich die Kosten für den Fondsmanager sparen. Erfahren Sie in diesem Beitrag wie das geht. (Foto: Imilian / Shutterstock.com)

Am Montag habe ich Ihnen hier im Schlussgong gezeigt, welche Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf und dem Besitz von Fondsanteilen entstehen und gestern daran anschließend, wie Sie den größten Kostenblock, den Ausgabeaufschlag, ganz oder zumindest teilweise sparen können.

Heute widmen wir uns dem Kostenblock Managementgebühren, der bei aktiven Investmentfonds anfällt. Diesen Kostenblock können Sie sich ersparen, indem Sie auf passive (also nicht aktiv gemanagte) Fonds setzen.

Passive Fonds oder auch Indexfonds werden sehr häufig als ETFs (Exchange Traded Funds) bezeichnet. Wichtig ist, dass Sie sich nicht (oder zumindest nicht nur) aus Kostengründen für einen passiven Fonds entscheiden.

Sie sollten sich vor allem dann für einen passiven Fonds entscheiden, wenn Sie der Meinung sind, dass Fondsmanager aktiv gemanagter Fonds nicht in der Lage sind, den entsprechenden Markt dauerhaft zu schlagen.

Wann Sie auf aktive Fonds setzen sollten

Gibt es jedoch einen Fondsmanager, der in der Lage ist, den Vergleichsindex dauerhaft und deutlich zu schlagen, sollten Sie sich für den von ihm gemanagten Fonds entscheiden, weil dann trotz der anfallenden Managementgebühren am Ende ein größerer Gewinn für Sie steht.

Folgendes noch zum Thema ETFs versus aktiv gemanagte Fonds: Fakt ist, dass viele aktiv geführte bzw. gemanagte Aktienfonds es nicht schaffen, ihren Vergleichsindex (Benchmark) zu schlagen. Daher werde ich immer wieder gefragt, warum ich auch aktive Fonds empfehle, wenn diese doch a) teurer sind als passive Fonds (ETFs) und b) auch noch schlechter abschneiden als ihre passiven Konkurrenten.

Die Antwort ist ganz einfach: Dass die meisten aktiven Fonds teurer sind als ihre passiven Konkurrenten und zudem unterm Strich auch noch schlechter abschneiden, bedeutet nicht, dass alle aktiven Fonds schlechter sind als passive Fonds (ETFs).

Außerdem zeigen verschiedene Untersuchungen, dass aktiv gemanagte Fonds gerade in schwierigen Börsenzeiten oftmals besser abschneiden als ETFs. Da es einige wenige hervorragende aktive Fonds gibt, die vor allem in schwierigen Zeiten regelmäßig Stärke zeigen, lohnt es sich auch, auf solche Fonds zu setzen. Man muss nur in der Lage sein, die guten von den weniger guten aktiven Fonds zu unterscheiden. Ich setze in meinen Börsendiensten neben ETFs auch auf einige hervorragend gemanagte aktive Fonds.

Im Zweifel sollten Sie auf einen günstigen ETF setzen

Wenn Sie jedoch nicht Investment-Profi sind und somit nicht die vergleichsweise geringe Anzahl an sehr gut gemanagten aktiven Fonds identifizieren können, rate ich im Zweifel immer dazu, den gewünschten Markt mit einem ETF abzudecken.

Das Timing-Problem (wann ist der richtige Einstiegszeitpunkt gekommen?) können Sie ganz einfach lösen: Richten Sie einen monatlichen ETF-Fondssparplan mit festen Raten ein. Dann kaufen Sie in guten Marktphasen automatisch wenige Fondsanteile und in Crash-Phasen automatisch viele günstige Anteile.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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