Mit Ingenieurskunst weltweit erfolgreich

Mit seinen Sparten Medizintechnik und Sicherheit ist Drägerwerk international erfolgreich. Wegen der Atemschutzgeräte der Firma Dräger werden Retter im Bergbau oder von der Feuerwehr in den USA selbst heute noch als „Drägermen“ bezeichnet.

Neben dem Hauptgeschäft, den medizinischen Geräten, hat sich Dräger auch im Bereich Tauchen einen Namen gemacht. Schon vor mehr als einhundert Jahren entwickelte man Rettungssysteme für U-Boot-Besatzungen.

Eine so große Tradition als Anbieter von Lösungen und deutscher Ingenieurskunst, sorgt natürlich für ein positives Image – ein Image, das Drägerwerk bis heute behalten hat.

Ausschüttungsquote verdoppelt sich

Die Drägerwerk KGaA entwickelt, produziert und vertreibt seit 1889 Geräte und Systeme in den Bereichen Medizin- und Sicherheitstechnik. Stammsitz des Unternehmens ist Lübeck.

Neben Fertigungsstätten in Deutschland sowie in Australien, China, Großbritannien, Indien, den Niederlanden, Schweden und den USA ist Dräger mit Service- und Vertriebsstützpunkten in 190 Ländern präsent.

Dank einer starken zweiten Jahreshälfte hat Drägerwerk das Gesamtjahr mit Rekorden bei Umsatz und Auftragseingang abgeschlossen. Gewinn und operative Marge gingen zwar zurück, lagen aber mit 96,6 Mio € und 7,3% deutlich über den konzerneigenen Erwartungen.

Beide Sparten haben das Wachstum unterstützt. Die Eigenkapitalquote lag über 40%. Entsprechend der neuen Dividendenpolitik verdoppelt sich damit die Ausschüttungsquote auf 30% des Gewinns nach Abzug der Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteils- und Genussscheininhaber. Bezugsgröße sind 4,58 € pro Vorzugsaktie.

Greift das Effizienzprogramm „Fit for Growth“?

Für das laufende Jahr hat das Management ein Umsatzwachstum von 2 bis 5% und eine operative Marge von 6 bis 8% in Aussicht gestellt. Unter Berücksichtigung eines besseren Zinsergebnisses und einer Steuerquote von 30 bis 33% errechnet sich damit ein Nettogewinn von 100 bis 110 Mio €.

Als Export orientiertes Unternehmen profitiert Drägerwerk aber auch vom schwachen Euro. Hält die Schwäche an, wird das Umsatzwachstum noch stärker ausfallen. Der Cashflow soll mehr als 70% des operativen Ergebnisses erreichen. Bei einem jährlichen Umsatzwachstum von 3 bis 6% soll das operative Ergebnis bis 2019 auf über 10% steigen.

Voraussetzung ist, dass das eingeleitete Effizienzprogramm „Fit for Growth“ greift. Es beinhaltet verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, die vor allem in den USA umgesetzt werden.

Unter anderem werden Service und Vertrieb in Houston konzentriert, um mit den Produkten der Safety-Sparte näher an den Kunden aus der Öl- und Gasindustrie zu sein.

6. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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