Mit Konglomeraten gewinnen: Die Auswahl macht den Unterschied

Die Weltkonjunktur hat sich in fast allen Branchen verbessert.

Allerdings profitieren einige Nischenmärkte stärker von der dynamischen Entwicklung als andere. Die Auslese an Tochter-Gesellschaften macht den Unterschied.

Hat ein Konglomerat dagegen auf die falschen Beteiligungen gesetzt, wird das im Vergleich zu seinen Konkurrenten besonders deutlich.

Die GESCO AG und Danaher sahen gegen Aurelius und die Deutsche Beteiligungs AG schlecht aus.

Bei GESCO zeichnete sich ein durchwachsenes Bild ab. Einige Tochter-Gesellschaften verzeichneten stabile bis steigende Umsätze, während andere deutliche Umsatz-Einbrüche verkraften mussten.

Allerdings hat sich der Auftrags-Bestand insgesamt erhöht.

V. a.  die Ukraine-Krise und die Handels-Streitigkeiten zwischen Russland und dem Westen haben sich im Zahlenwerk bemerkbar gemacht.

Auch Danaher musste einen Gewinn-Rückgang in Kauf nehmen. Gleichzeitig konnte das Wachstum aber in fast allen Bereichen angetrieben werden.

Wachstum durch Akquisitionen …

Um wieder profitabler zu werden und um dem Wachstum neuen Schwung zu verleihen, setzt Danaher auf Akquisitionen. Zuletzt wurde mit IRIS International ein wichtiger Wachstums-Garant im Medizingeschäft aufgekauft.

Das neue Tochter-Unternehmen hat sich so gut in die Konzern-Struktur integriert, dass Danaher stärker in das Medizingeschäft investieren möchte.

Deshalb wurde gegen Ende des letzten Geschäftsjahrs der Schweizer Hersteller für Zahnimplantate Nobel Biocare übernommen. Rechtlich ist das Geschäft schon abgesichert, was noch fehlt, ist die wirtschaftliche Eingliederung.

… unsere Top-Performer machen es vor

Aurelius und die DBAG gehören zu den klaren Gewinnern der Branche. Dabei haben beide Unternehmen eins gemeinsam: Sie investieren hauptsächlich in deutsche Unternehmen. Der Mittelstand spielt eine zentrale Rolle.

Beide Unternehmen verstehen sich selbst weniger als Investor, sondern eher als Partner, der einem schwächelnden Unternehmen mit viel Erfahrung und Finanzkraft wieder auf die Beine helfen möchte.

Das Geschäft ist hoch profitabel, denn häufig können die fit gemachten Unternehmen zu einem viel höheren Preis wiederveräußert werden.

Für Aurelius war 2014 sogar das erfolgreichste Jahr der Konzerngeschichte: Der Umsatz stieg um fast 14% auf 1,5 Mrd € – ein neuer Rekord.

Das Geschäftsjahr war geprägt von etlichen Kauf- und Verkaufs-Aktivitäten. Insgesamt wurden 3 größere Unternehmen verkauft und 7 hinzugekauft.

Dagegen hat die DBAG von ihren bereits bestehenden Beteiligungen profitiert. Die Neubewertung der Subunternehmen sorgte für ein Gewinnplus von 46%.

Gleichzeitig profitiert der Konzern von der Fonds- und Kredit-Beratung. Dieser Bereich konnte immerhin um 15% wachsen.

Allerdings hat auch die DBAG wichtige Verkaufs-Entscheidungen getroffen. Mit der Veräußerung der Homag Group AG und dem Autohaus Dr. Vogel sind 2 langjährige Beteiligungen aus dem Portfolio ausgeschieden – dafür aber mit einem Spitzengewinn.

10. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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