Mit Palfinger und Jungheinrich auf Erfolgskurs

Palfinger und Jungheinrich – beide Spezialisten in ihrem Segment – bleiben weiterhin auf einem stabilen Wachstumskurs. Hier die Zahlen: (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Palfinger hat den Wachstumskurs im 1. Quartal fortgesetzt:

  • Der Umsatz erhöhte sich um 13,5% auf 361,9 Mio. €.
  • Das um Restrukturierungs-Kosten bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) stieg um 18,7% auf 50,9 Mio. €.
  • Unterm Strich erhöhte sich der Gewinn um 4,1% auf 19,4 Mio. €.

Grundlage für dieses Wachstum war der Zuwachs in den Regionen EMEA und GUS.

In Europa wirkte sich zudem die 2016 übernommene bzw. neu gegründete Vertriebs-Gesellschaft Palfinger Iberica positiv aus.

Gleiches gilt für die Akquisition des dänischen Vertriebs-Partners Palfinger Danmark.

Restrukturierung bei Palfinger zeigt erste Erfolge

In Nordamerika wurden bereits wesentliche Restrukturierungs-Erfolge erzielt:

Palfinger veräußerte im 1. Quartal seinen Geschäftsbereich Service Bodies. Bei anhaltend guter Nachfrage nach Ladekränen sollte die Profitabilität in Nordamerika steigen.

In Südamerika war das Marktumfeld weiterhin schwierig, aus heutiger Sicht scheint jedoch die Talsohle erreicht.

In Asien, insbesondere in China, erweist sich die Partnerschaft mit SANY als Grundstein für die gute Entwicklung.

Das Geschäfts-Umfeld im Segment SEA blieb aufgrund der angespannten Lage der Öl- und Gas-Branche schwierig.

Palfinger konnte – ohne Einbeziehung der Akquisition von Harding – das Umsatz-Niveau halten.

In einigen Bereichen stieg der Auftrags-Eingang, was auf eine Stabilisierung der Marktlage hindeutet.

Erste Restrukturierungen, wie die Konsolidierung von Standorten in Korea und den Niederlanden, wurden bereits umgesetzt.

Für 2017 rechnet das Management aufgrund des hohen Auftrags-Eingangs mit einer Umsatz-Steigerung und strebt eine 2-stellige EBIT-Marge an.

Palfinger: Ein Unternehmens-Porträt

Richard Palfinger gründete 1932 eine Schlosserei und Reparatur-Werkstatt für landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Heute ist Palfinger ein internationaler Konzern und bietet seinen Kunden weltweit hydraulische Hebe-, Lade- und Handling-Lösungen an.

Mit dem Stammprodukt, dem LKW-Knickarm-Kran, ist das Unternehmen mit knapp 150 Modellen und einem Marktanteil von 30% Weltmarktführer.

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Jungheinrich hat seinen erfolgreichen Wachstumskurs im 1. Quartal fortgesetzt

Nach Höchstwerten im Geschäftsjahr 2016 konnten Auftrags-Eingang, Umsatz sowie Produktion und operatives Ergebnis (EBIT) erneut gesteigert werden.

Jungheinrich profitierte von einem starken Geschäft in Asien und Osteuropa.

Der Umsatz stieg um knapp 19% auf 791 Mio. €. Das EBIT legte um 23,1% auf 56,4 Mio. € zu. Beim Auftrags-Eingang ging es um 15% nach oben.

Die Kunden haben entsprechend über 31.000 Stapler bei Jungheinrich bestellt.

Somit schnitt die Firma noch besser ab, als der Markt ohnehin nach der Bekanntgabe von bereits veröffentlichten Daten für die ersten beiden Monate des Jahres erwartet hatte.

Produkt-Diversifizierung sichert zukünftige Geschäfte

Jungheinrich möchte nicht von der schwankenden Nachfrage nach Gabelstaplern abhängig sein.

Und so investiert man verstärkt in automatisierte Materialfluss-Systeme, wie sie von Logistikern und in den Lagern von Produzenten und Großhändlern genutzt werden.

Unter dem Slogan „Komplette Logistik-Lösungen aus einer Hand“ beansprucht Jungheinrich eine führende Rolle bei Intralogistics 4.0.

Mit einem Quartals-Umsatz von zuletzt 108 Mio. € ist der Bereich wesentlich kleiner als der des Mitbewerbers KION.

Eine Zusammenarbeit mit KION gibt es auch: Ein tschechisches Joint Venture besorgt die Zulieferung von elektrischen Motoren und Generatoren für beide Gruppen.

Jungheinrich wächst vorrangig aus eigener Kraft; dieses Jahr sollen es beim Umsatz 3,3 – 3,4 Mrd. € werden.

Aufgrund der guten Entwicklung befindet sich die Aktie seit Jahren im Höhenflug.

Jungheinrich: Ein Unternehmens-Porträt

Jungheinrich gehört weltweit zu den 4 führenden Firmen in den Bereichen Flurförderzeuge (Hubwagen und Gabelstapler), Lager- und Materialfluss-Technik.

Der Konzern hat sich zum produzierenden Logistik-Dienstleister entwickelt.

Er bietet seinen Kunden ein umfassendes Produkt-Programm an Staplern, Regal-Systemen und Dienstleistungen für die komplette Intralogistik.

Das Unternehmen ist in 31 Ländern mit Vertriebs- und Service-Gesellschaften vertreten.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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