Hormel Foods machte mit Spam aus der Dose aus der Not eine Tugend

Erfahren Sie in diesem Beitrag, was die britische Komiker-Truppe Monty Python, das Wort "Spam" und den Konzern Hormel Foods verbindet: (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Kennen Sie die britische Komiker-Truppe Monty Python? – Die haben es 1970 geschafft, in ihrem Sketch das Wort “Spam” ganze 132x (!) zu benutzen.

Spam, die Kurzform von Spiced Ham, ist ein haltbares Billig-Dosenfleisch.

Und der Sketch ist eine Anspielung auf die Tatsache, dass Spam aus der Dose vielen Briten als Grundnahrungsmittel während des 2. Weltkriegs mächtig auf die Geschmacksnerven ging.

Wir verraten Ihnen hier gleich, was Hormel Foods daraus gemacht hat.

Spam ist nicht gleich Spam

Mit dem sinnbefreiten Sketch war nicht nur der Grundstein für die Karriere des Begriffs “Spam” als Synonym für digitalen Werbemüll gelegt.

Sein Hersteller, Hormel Foods, machte aus der Not eine Tugend:

Das Dosenfleisch prägte PR- und Werbekampagnen – mit Erfolg; bis heute produziert alleine das Hormel-Foods-Werk in Minnesota 250.000 Dosen Spam täglich.

Für Liebhaber frischer, fleischloser Küche ist Hormel Foods ein Horror:

Abgepacktes Fertigessen, Tiefkühlkost, Dosenfleisch – klingt alles wie die Belieferung von Luftschutz- und Atombunkern.

Ähnlich stabil wie Atombunker ist allerdings die Aktie von Hormel Foods: Wer zum Zeitpunkt des Spam-Sketches in die Aktie einstieg, hat sein Vermögen ver-715-facht!

Hormel Foods ist ein Dividenden-Aristokrat

Hormel Foods gehört zu der exklusiven Aktiengruppe der Dividenden-Aristokraten. Das sind S&P-500-Aktien, die ihre Dividende jedes Jahr seit 25 Jahren oder länger erhöht haben.

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Seit 1928 fiel bei Hormel Foods die Dividende nicht 1x aus, seit 1968 wurde sie zudem Jahr für Jahr erhöht. Die Auszahlung hat sich in den letzten 5 Jahren mehr als verdoppelt.

Hormel Foods ist günstig; sehr günstig sogar

Auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) sind Hormel-Foods-Aktien so günstig wie vor 4 Jahren, verglichen nicht nur mit der jüngsten historischen Bewertung des Konzerns, sondern auch mit seinen Mitbewerbern wie McCormick, Campbell Soup und Kellogg.

Der defensive Sektor hat sich in jüngster Zeit unterdurchschnittlich entwickelt – er war tatsächlich aufgeblasen.

Aber da die Kurse korrigiert haben, ist der Anteils-Preis jetzt vernünftig.

In Hormels jüngstem Quartal stieg das Ergebnis je Aktie nur um 2% auf 0,44 $, und der Umsatz um 1% auf 2,3 Mrd. $.

Bereinigt um die Veräußerungen und Akquisitionen, erhöhte sich der Umsatz um 3%.

Hormel Foods hat ein Top-Management

Das Management macht einen hervorragenden Job; hat sich rechtzeitig auf das veränderte Marktumfeld eingestellt.

Denn Packaged-Food-Firmen wie Hormel müssen ihre Marken-Portfolios diversifizieren, um die schnell wachsenden Bio-Marken mit in das Portfolio aufzunehmen.

Das Management hat die Bedeutung der gesünderen Ernährung rechtzeitig erkannt.

In den vergangenen 5 Jahren hat Hormel jedes Jahr eine bedeutende Akquisition getätigt. Die Schuldenlast von nur 250 Mio. $ lässt die Tür für weitere Akquisitionen offen.

Es würde uns nicht wundern, wenn Hormel Foods in diesem Jahr eine weitere hochkarätige Marke übernimmt – zum 6. Mal in Folge.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.