Mit wenigen Klicks alles fürs Tier

Hund Auto Haustier – shutterstock_407893192 LeventeGyori

Tiere sind des Menschen bester Freund. zooplus profitiert davon. Was wir von der Aktie halten. (Foto: LeventeGyori / Shutterstock.com)

Haben Sie ein Haustier? Selbst wenn Sie nur ein paar Fische haben: Der Bedarf an Zubehör und Futter ist groß. Geeignete Pumpen, CO2… Die Liste ist lang. Wer sogar Vierbeiner hat, kann diese Liste sogar noch erweitern. Spezialisierte Webshops wie zooplus bieten alles rund um Tierhaltung und besetzen so eine Nische, die Wachstum verspricht. Bereits mit wenigen Klicks sind Utensilien für Tiere ausgesucht.

Wir analysieren, wie es um die Aktie aktuell steht. Doch zuvor ein paar Worte zum Unternehmen an sich. zooplus wurde 1999 gegründet und ist im Geschäftsfeld E-Commerce im internetbasierten Handel mit Heimtierprodukten im privaten Endkundengeschäft europaweit tätig. Die Produktpalette mit über 8.000 Produkten beinhaltet Tierfutter und Zubehör in unterschiedlichsten Preis- und Qualitätskategorien. Neben Fremdmarkenprodukten werden auch die Eigenmarken Cosma, Smilla, Rocco und Catessy vertrieben.

Verluste schmerzen

2018 war für zooplus von schnellem Wachstum und hohen Verlusten geprägt. Das Umsatzwachstum schwächte sich dennoch auf 20,8% ab. Der Umsatz stieg auf 1,3 Mrd €. Dennoch arbeitet zooplus noch nicht nachhaltig profitabel. Der Verlust betrug 2 Mio €. Der Expansionsdrang von zooplus zeigt dennoch Wirkung. Die Anzahl der Kunden stieg um 16,4% auf 6,8 Mio. Auch der durchschnittliche Umsatz pro Kunde wurde leicht angehoben und beträgt mittlerweile 198 €.

Die Kunden sind zudem sehr treu. 95% der Kunden kaufen wiederholt bei zooplus. Jetzt muss es dem Unternehmen gelingen, das Wachstum in Gewinn umzumünzen. Im 1. Quartal ist das nicht gelungen. Der Umsatz stieg zwar um 13% auf 363 Mio €, doch damit lag das Wachstum deutlich unter den Steigerungsraten vergangener Jahre. Das Management ist zuversichtlich, im restlichen Jahresverlauf wieder höhere Wachstumsraten zu erzielen. Doch mit zunehmender Größe wird das immer schwieriger.

Auch wenn operativ im 1. Quartal wieder ein kleiner Gewinn erzielt werden konnte, verhagelten Abschreibungen sowie höhere Lohn- und Werbekosten das Ergebnis. Unter dem Strich steht ein Verlust von 3,5 Mio €. Das ist mehr als im gesamten Jahr 2018.

Unsere ungeschönte Meinung!

Wir erwarten keine schnelle Besserung der Ergebnisse. zooplus muss sparen, um in die Gewinnzone zurückzukehren. Allerdings legt das Management den Fokus immer noch auf Wachstum. Von Sparprogrammen ist im Moment noch keine Rede. Die Belegschaft wurde seit 2018 sogar um 20% ausgebaut. Das Wachstum überzeugt, doch die Verluste schmerzen. Da es auch keine Dividende gibt, würden wir von zooplus Abstand halten. Das Geschäftsfeld mag interessant sein, doch muss beim Unternehmen noch viel passieren, dass wir zuschlagen. Bleiben auch Sie der Aktie fern!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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