Mode-Aktien: Skechers und Inditex im Vergleich

Skechers bleibt auf Rekordkurs. Die Marke erfreut sich auch international immer größerer Beliebtheit.

Im 1. Halbjahr wurde erstmals die Umsatz-Marke von 2 Mrd. $ geknackt, was einem Plus von 13% entspricht.

Im 2. Quartal hat sich das Wachstum (+16,9%) sogar beschleunigt. Alle 3 Distributions-Kanäle trugen zu der guten Umsatz-Entwicklung bei.

Das gegen Ende letzten Jahres schwächelnde US-Großhandels-Geschäft hat sich erholt (+6,4%). Angetrieben wird das Wachstum aber von der internationalen Expansion.

Das internationale Großhandels-Geschäft legte um 18,6% und das internationale Einzelhandels-Geschäft um 28% zu.

Skechers: Gesundes Wachstum

Erfreulich ist dabei, dass die Erlöse nicht nur durch die Eröffnung neuer Filialen erhöht werden, sondern dass die Umsätze auf vergleichbarer Fläche auch steigen (+7,1%).

Ein Wermutstropfen ist, dass der durchschnittliche Schuhpreis um 4,5% sank. Dafür wurden 11,4% mehr Schuhe verkauft.

Das hohe Wachstums-Tempo fordert aber auch seinen Tribut:

Der Aufbau des internationalen Filialnetzes, der Logistik und Infrastruktur sowie die hohen Investitionen in das Marketing, um die globale Wahrnehmung zu stärken, belasten die Margen.

So verschlechterte sich die operative Marge im 1. Halbjahr von 12,8 auf 10%.

Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem neuen Umsatz-Rekord.

Aufgrund der negativen Margen-Entwicklung dürfte es für Skechers schwer werden den Gewinn deutlich zu steigern.

Das Kurs-Gewinn-Verhälntis (KGV) ist angesichts der starken Bilanz und des Wachstums-Tempos moderat.

Unternehmens-Porträt Skechers

Skechers USA ist eine führende Schuhgeschäft-Kette (Schuhe, Sandalen, Sportschuhe, Stiefel).

Der Konzern vertreibt seine Schuhe über den Handel, über eigene Schuhläden und über die E-Commerce-Webseite Skechers.com.

Das Unternehmen ist in den USA und Kanada, in Europa und in Asien präsent. Produziert wird hauptsächlich in China.

Inditex blickt auf ein Rekordjahr zurück und konnte einmal mehr ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnen

Der Umsatz kletterte um 11,5% auf 23,3 Mrd. €. Die Margen gingen aufgrund der aggressiven Expansion geringfügig zurück.

Dennoch konnte der Gewinn um 9,8% auf 3,2 Mrd. € gesteigert werden.

Mit einer Eigenkapitalrendite von 24,8% ist Inditex nach wie vor einer der Spitzenreiter der hier besprochenen Branchen-Vertreter.

Inditex gehört zu einer der wenigen Aktien, die bis jetzt in jeder Wirtschaftslage Wachstum verzeichnen konnten.

In den letzten 10 Jahren wurden Umsatz, Gewinn und Dividende mehr als verdoppelt.

Dabei wird die Expansion weiter kräftig vorangetrieben – und das mit minimalen Profitabilitäts-Einbußen.

Im vergangenen Jahr wurden in 93 Märkten 279 neue Stores eröffnet. Damit wächst das weltweite Portfolio auf 7.292 Stores an.

Dabei wird mit 86% der Großteil der Stores selbst verwaltet. Die restlichen 14% werden von Franchise-Nehmern gemanagt.

Inditex bleibt der Branchen-Favorit

Mit einem Umsatz-Wachstum von 13% auf 15,4 Mrd. € war die Kernmarke Zara einmal mehr Wachstumstreiber. Aber auch

  • Zara Home (+16%),
  • Oysho (+13%),
  • Uterqüe (+10%)
  • und Pull&Bear (+10%)

verzeichneten ein 2-stelliges Umsatz-Wachstum.

Das Auftakt-Quartal im laufenden Jahr lief äußerst erfolgreich: Der Umsatz konnte um 14,1% auf 5,6 Mrd. € gesteigert werden.

Das Highlight war jedoch die Profitabilitäts-Entwicklung: Die operative Marge legte um 0,6 Prozentpunkte auf 15,0% zu. Der Gewinn pro Aktie kletterte um 18,0% auf 0,21 €.

Unternehmens-Porträt Inditex

Der spanische Modekonzern Inditex (Industria de Diseño Textil SA) gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in der Bekleidungs-Branche.

Inditex verfügt über 8 Marken:

  • die Kernmarke ZARA (Umsatz-Anteil 66%),
  • Bershka (9%)
  • und die kleineren Marken Pull & Bear,
  • Massimo Dutti,
  • Stradivarius,
  • Oysho,
  • Zara Home
  • und Uterqüe.

Das Unternehmen ist mit 7.292 Stores in 93 Ländern der Welt tätig, davon 1.818 Stores im Heimatmarkt Spanien.

22. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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