Welche Auswirkungen die US-Leitzins-Erhöhung auf Sie haben wird

Insbesondere im Jahr der Bundestagswahl können Sie nicht darauf hoffen, dass Ihnen die Politiker und die Mainstream-Medien die volle Wahrheit sagen.

Vielmehr häufen sich die Berichte, wie toll und super alles hierzulande ist. Und Probleme gibt es natürlich auch keine…

Und wenn doch, dann sind diese anscheinend unbedeutend oder schnell zu lösen – Fake News eben.

Es geht um Ihre Zukunft

So ging durch den Besuch von Angela Merkel bei US-Präsident Donald Trump eine wichtige Nachricht gänzlich unter.

Es ist eine, die zunächst die Amerikaner betrifft, aber aufgrund ihrer immensen Auswirkungen wohl bald auch die Europäer – und damit Sie hier in Deutschland:

Wieder einmal geht es um das liebe Geld; um Kredite, um Zinsen, um Ihre eigene Liquidität – oder Ihre weitere Verschuldung samt unangenehmen Folgen.

Für Manche können diese sogar existenzbedrohend sein. Aber der Reihe nach:

Die Federal Reserve erhöht den Leitzins

Die Rede ist von der Zins-Anhebung der amerikanischen Zentralbank.

Am 15. März 2017 hob die Fed nämlich den Leitzins um 0,25% auf eine Spanne zwischen 0,75% bis 1% an. Im Euroland liegt dieser seit dem 10. März 2016 bei 0,00%.

Bevor wir zu den Folgen der amerikanischen Leitzins-Erhöhung kommen, noch ein Wort vorweg:

Paradoxe Marktreaktionen und weitere Zins-Erhöhungen

Experten in den USA debattieren schon längst darüber, dass die Fed keine wirkliche Kontrolle mehr über die Auswirkungen ihrer Geldpolitik hat.

So wurde von den Märkten die jüngste Zins-Erhöhung wie eine Zins-Senkung aufgenommen – eigentlich paradox.

Dennoch: Die US-Zentralbank wird 2017 weitere Zins-Erhöhungen durchführen. So ist der nächste Schritt bereits im Juni geplant. 2 weitere könnten folgen.

Angenommen wird dabei, dass sich die Wirtschaft nicht allzu gut entwickelt.

Leitzins-Anhebung senkt BIP-Prognose

Bereits kurz vor Verkündung der Leitzins-Anhebung durch die Fed fiel die Prognose für das 1. Quartal des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Keller – und zwar auf 0,9%.

Tatsächlich wäre das das schwächste Quartal seit fast 4 Jahrzehnten, in dem der Leitzins angehoben wird.

Teufelskreis Produktivität und höhere Zinsen

Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten liegen in den USA seit 9 Jahren bei 1,3%.

Höhere Zinsen können demnach bei einer schwächeren Produktivität die Schwierigkeiten nur noch verschärfen – logisch, finden Sie nicht?!

Leitzins-Erhöhung und die Auswirkung auf Banken

Bedenken Sie: Die Zins-Anhebung hat aber noch ganz andere Auswirkungen – nämlich auf die Geschäftsbanken.

Es ist ganz einfach: eine Erhöhung des Leitzinses entspricht einer Verteuerung der Geldschöpfung.

Und diese Verteuerung wird nicht nur an die Märkte weitergegeben, sondern auch an ihre Kunden – ein Money-Game mit ungeahnten und verheerenden Folgen…

21. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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