Monsanto-Aktie: Saatgut-Riese vor Übernahme wieder in der Gewinnzone

Monsanto: Ergebnis-Anstieg für das Gesamtjahr erwartet. Alles Weitere rund um den Saatgut-Konzern erfahren Sie hier in diesem Artikel. (Foto: ricochet64 / shutterstock.com)

Nach langem Tauziehen wurde die Übernahme des Saatgut-Riesen Monsanto durch Bayer vor wenigen Monaten besiegelt.

Zwar ist der Deal noch nicht komplett durch; es fehlen noch die Genehmigungen durch die Behörden rund um den Globus.

Der mögliche Abschluss des Geschäfts wird aber für Ende 2017 erwartet.

Da dürften die aktuellen Geschäftszahlen von Monsanto die Wartezeit doch etwas versüßen. Denn der US-Agrarkonzern hat wieder den Sprung in die Gewinnzone geschafft.

Die Anleger honorierten die erfreulichen Zahlen mit einem dicken Kursplus von 2,8%. Damit setzt sich die Kursrally weiter fort; seit Mitte November liegen die Monsanto-Papiere 20% im Plus.

Geschäfts-Entwicklung schlägt Erwartungen der Analysten

Im 1. Quartal seines Geschäftsjahres konnte Monsanto v. a. dank eines starken Geschäfts in Südamerika punkten:

In Argentinien und Brasilien wurden nach schwachen Vorjahren die Anbauflächen wieder ausgeweitet. Zugleich machte sich die Aufwertung der brasilianischen Währung positiv bemerkbar.

Unter dem Strich kletterten die Erlöse um 1/5 auf 2,65 Mrd. US Dollar.

Während das schwache Landwirtschafts-Geschäft im Vorjahr noch für einen Verlust von 253 Mio. US Dollar sorgte, sprang dieses Mal ein kleiner Gewinn von 29 Mio. US Dollar raus.

Die Analysten hatten im Vorfeld nur mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet.

Saatgut-Geschäft hui – Pflanzenschutz-Sparte pfui . . .

. . . so lässt sich die aktuelle Entwicklung wohl am besten zusammenfassen.

Denn während es beim Absatz von Saatgut erfreulich verlief, muss Monsanto in der Pfanzenschutz-Sparte weiter kämpfen:

Hier verkauft der Konzern auch das in der Kritik stehende Pflanzenschutzmittel Glyphosat, das als krebserregend gilt.

Zwar konnte die Agrarfirma im vergangenen Quartal mehr Glyphosat verkaufen, aber die Margen stehen unter Druck.

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Die Konzern-Führung geht davon aus, dass dieser Negativtrend auch im 2. Quartal anhalten wird.

Jahres-Prognose wird beibehalten

Nach dem 1. Quartal bekräftigte Monsanto seine Prognosen für das Gesamtjahr.

Das dürfte die Anleger besonders gefreut haben, denn im vergangenen Jahr musste Firmenchef Hugh Grant gleich mehrfach bei der Prognose zurückrudern.

Jetzt erwartet der Agrarkonzern einen bereinigten Gewinn je Aktie von 4,50 – 4,90 US Dollar.

Für Sie zum Vergleich: Im Vorjahr erwirtschaftete Monsanto einen Ertrag von 4,48 US Dollar je Anteilsschein.

Talsohle durchschritten, aber Rekordmargen der Vergangenheit außer Sichtweite

Sicher sind die jüngsten Quartalszahlen und der Sprung in die Gewinnzone erfreulich. Aber fest steht auch, dass der Weg zu den Rekordgewinnen der Vergangenheit noch weit und steinig ist.

Immerhin verdiente Monsanto in 2014 bei einem Jahres-Umsatz von 15,85 Mrd. US Dollar einen Gewinn von 2,74 Mrd. US Dollar.vDas entspricht einer beachtlichen Gewinnspanne von 17,28%.

Im letzten Jahr sprang dann bei 13,5 Mrd. US Dollar Umsatz nur noch eine Gewinnrendite von 9,89% heraus. Die Gewinne knickten nämlich um satte 43% ein.

Auch für die Zukunft ist keine schnelle Trendwende in Sicht:

Der prognostizierte freie Cash Flow liegt mit 1,4 – 1,6 Mrd. US Dollar deutlich unter den Durchschnitts-Werten der letzten Jahre von knapp 2 Mrd. Dollar.

Bayer muss kräftig Synergien heben

Damit ist klar, dass Bayer kräftige Synergie-Effekte heben muss, damit sich der 66-Mrd.-Dollar-Deal rechnet. Hierzu könnten v. a. neue Produkte beitragen.

Immerhin beträgt die aktuelle Forschungs-Pipeline der Monsanto-Produkte mit einem Spitzen-Umsatz-Potenzial von 25 Mrd. US Dollar.

Die Leverkusener hoffen zusätzlich, mindestens 1,5 Mrd. US Dollar an laufenden Kosten mit der eigenen Agro-Sparte einsparen zu können.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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