MTU: Aktie des Triebwerk-Bauers schießt nach Investorentag auf neues Allzeithoch

Manchmal bedarf es einfach ein bisschen mehr Kommunikation zwischen der Konzernführung und den Anlegern, um den Aktienkurs in Schwung zu bringen.

So auch beim führenden Triebwerk-Hersteller MTU, deren Papiere nach dem gerade durchgeführten Investorentag regelrecht durch die Decke gingen.

Die Anleger zeigten sich offenbar begeistert von den Zukunfts-Aussichten des Konzerns und schoben die Aktie auf ein neues Allzeithoch.

Weltweit führender Triebwerk-Hersteller

MTU entwickelt und fertigt Komponenten und Module für alle bedeutenden Hersteller militärischer und ziviler Flugzeug-Triebwerke.

Die nackten Zahlen sind beeindruckend – immerhin sind die Produkte des Konzerns in rund 30% der gesamten weltweiten zivilen Flugzeugflotte vertreten.

Das Geschäftsmodell ist auf der einen Seite gekennzeichnet von hohen Anlauf-und Entwicklungs-Kosten für neue Triebwerke.

Auf der anderen Seite bietet es hohe Planbarkeit und langfristige Mittel-Rückflüsse aus dem Ersatzteil- und Wartungs-Geschäft.

Mit einem Netzwerk von 10 Reparatur-Stützpunkten ist MTU weltweit vertreten.

Hohe Wettbewerbs-Qualität bei überschaubarer Konkurrenz-Situation

Als Zulieferer agiert der Technologie-Konzern in einem hochspezialisierten Markt mit oligopolistischen Strukturen.

Das heißt: Wenige Anbieter teilen sich den Markt nahezu komplett untereinander auf. Im Bereich der Triebwerks-Instandhaltung ist das Unternehmen der weltgrößte unabhängige Anbieter.

An der starken Marktposition dürfte sich auch so schnell nichts ändern, denn:

  • spezifisches Fach-Know-How,
  • ausgiebige Dokumentations- und Zertifizierungs-Richtlinien,
  • die genannten hohen Anlaufkosten
  • sowie eine absolute Null-Toleranz für Fehler

sorgen dafür, dass so gut wie keine neuen Wettbewerber in den Markt eintreten können.

Zugleich hat sich MTU durch massive Investitionen in neue Technologien einen guten Stand erarbeitet.

Mit seinen neuen Triebwerks-Generationen (GFT) sparen die Fluggesellschaften gleich auf mehreren Fronten Kosten ein:

Ein geringerer Kerosin-Verbrauch sowie reduzierte Lärm- und CO2-Emissionen sorgen nämlich für deutlich geringere Betriebskosten.

Zunehmende Gewinn-Dynamik erwartet

Auf dem gerade durchgeführten Investorentag wurde deutlich, warum die Konzernführung jetzt so optimistisch in die Zukunft blickt.

Denn nach der größten Investitionsphase des Unternehmens sollen ab 2018 die Gewinne deutlich ansteigen, sprich die Früchte geerntet werden.

Firmenchef Reiner Winkler erwartet ab 2018 den höchsten Umsatz-Zuwachs im gewinnträchtigen Ersatzteil- und Instandhaltungs-Geschäft.

Dann soll das Ergebnis nämlich überproportional zum Umsatz nach oben klettern.

Sie können sich auf steigende Dividenden einstellen

Von den positiven Perspektiven dürften auch die Anleger profitieren. Denn mit steigenden Margen erhöht sich der Spielraum für weitere Dividenden-Erhöhungen.

Im letzten Geschäftsjahr zahlte MTU noch 1,7 € je Anteilsschein. In diesem Jahr könnten es schon über 2 € werden.

Für das Gesamtjahr 2016 peilt MTU bei rund 4,7 Mrd. € Umsatz ein bereinigtes Vorsteuer-Ergebnis von 500 Mio. € an. Das entspräche einem Gewinn je Aktie von etwa 6,74 €.

Für 2018 erwarten einige Analysten dann bereits einen Ergebnis-Anstieg auf 7,60 € je Anteilsschein.

Damit wird MTU im Moment mit dem 14-Fachen des prognostizierten Jahresgewinns (2018) an der Börse bewertet.

19. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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