MTU-Aktie: Triebwerksbauer fliegt Rekord-Ergebnis ein

Die Berichts-Saison ist weiter in vollem Gange. Mit MTU hat jetzt ein weiterer MDAX-Konzern seine Bücher geöffnet und sein Zahlenwerk präsentiert:

Abermals konnte der Münchener Triebwerksbauer ein Rekord-Ergebnis erreichen und seine eigenen Planungen übertreffen.

Auch für die Zukunft zeigt sich Firmenchef Reiner Winkler ausgesprochen optimistisch.

Kein Wunder also, dass sich der Aktienkurs gerade auf ein neues Allzeithoch hinaufgeschraubt hat; seit 2009 haben sich die Papiere mehr als verzehnfacht.

MTU im Porträt

MTU ist ein führender Hersteller von Triebwerks-Modulen und -komponenten sowie von kompletten Flugzeug-Triebwerken und Industrie-Gasturbinen.

Zu den Kunden zählen sowohl zivile als auch militärische Hersteller und Betreiber von Flugzeugen und Industrie-Gasturbinen auf der ganzen Welt.

Die Produkte des Konzerns sind in rund 30% der weltweiten zivilen Flugzeug-Flotte vertreten. Darüber hinaus ist die MTU in der Instandhaltung von Triebwerken tätig.

Das Geschäftsmodell ist einerseits gekennzeichnet von hohen Anlauf-und Entwicklungs-Kosten für neue Triebwerke.

Andererseits bietet es hohe Planbarkeit und langfristige Mittelrückflüsse aus dem Wartungs-Geschäft.

Das Commercial Maintenance Segments umfasst die Instandhaltung ziviler Triebwerke. Das Unternehmen unterhält ein globales Netzwerk von 10 Reparatur-Stützpunkten.

Hochspezialisierter Markt mit wenigen Anbietern

MTU hat sich in eine aussichtsreiche Position manövriert. Denn als bedeutender Zulieferer agiert die Firma in einem hochspezialisierten Markt mit oligopolistischen Strukturen.

Im Bereich der Triebwerks-Instandhaltung ist der Konzern sogar der weltgrößte unabhängige Anbieter.

Spezifisches Know-How, ausgiebige Dokumentations- und Zertifizierungs-Richtlinien, hohe Anlauf-und Entwicklungs-Kosten sowie eine Null-Fehler-Toleranz bedeuten hohe Eintritts-Barrieren.

Ein weiterer Vorteil:

Die neue Technologie von MTU sorgt für geringeren Kerosin-Verbrauch, weniger Schadstoff- und Lärm-Emissionen – und somit auch für geringere Betriebskosten für die Fluggesellschaften.

Gewinn springt deutlich nach oben

Im abgelaufenen Jahr erzielte MTU eine Umsatz-Steigerung von knapp 7% auf 4,7 Mrd. €. Im Gegenzug kletterte der Nettogewinn kräftig um 44% auf 313 Mio. € nach oben.

Damit erreichten die Münchener eine Gewinnspanne von 6,6%. Dies ist das höchste Niveau seit dem Geschäftsjahr 2006.

Rekord-Auftragsbuch deutet auf weiteres Wachstum hin

Auch für die Zukunft ist die Konzernführung optimistisch – und das zu Recht. Denn der Auftrags-Bestand erhöhte sich um 13% auf 14,2 Mrd. €.

Damit sind die Produktion und das Service-Geschäft auf viele Jahre abgedeckt.

Dank eines boomenden Wartungs-Geschäfts und des wachsenden Absatzes neuer Triebwerke werden jetzt Jahres-Erlöse in 2017 von 5,1 – 5,2 Mrd. € erwartet (+8% zum Vorjahr).

Der operative Gewinn soll ähnlich stark nach oben klettern. Besonders stark läuft es im Moment bei der Wartung von Triebwerken für Verkehrs-Flugzeuge.

Gerade arbeitet MTU zusammen mit Lufthansas Wartungs-Sparte Lufthansa Technik am Aufbau eines Gemeinschafts-Unternehmens für die Instandhaltung moderner Flugzeug-Triebwerke.

Die Analysten erwarten eine schrittweise Steigerung des Gewinns je Aktie von 6,92 € (2017) auf 9,20 € bis zum Jahr 2020.

Allerdings liegt das durchschnittlich erwartete Kursziel mit 115 € bereits unter dem aktuellen Börsenkurs.

1. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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