MTU: Triebwerkbauer senkt Jahresausblick

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Der Triebwerkbauer MTU Aero Engines senkt für laufendes Jahr den Daumen. Der Einbruch beim Passagierflugverkehr sorgt vorübergehend für Bremsspuren. (Foto: Sergey Kohl / shutterstock.com)

So schnell kann es gehen: Innerhalb von nicht einmal sechs Wochen wurden sämtliche aufgelaufenen Gewinne der vergangenen drei Jahre ausradiert. Im Zuge der Coronakrise stürzte die Aktie seit Ende Februar von 286 Euro bis auf 108 Euro in den Keller, bevor eine Gegenbewegung die Papiere wieder an die 150 Euro-Marke beförderte. Dass auf diesem Niveau allerdings schon enorm viel Negatives im Aktienkurs eingepreist sein dürfte, zeigt Ihnen die Kursreaktion am Donnerstag. Auf die bekanntgegebene Kürzung des Jahresausblick reagierten die Papiere mit einem deutlichen Kurssprung von über 12%.

Weltweit führender Triebwerksspezialist

Bevor ich auf die aktuellen Zahlen eingehe, möchte ich Ihnen den Münchener Konzern gerne etwas näher vorstellen. MTU ist ein führender Hersteller von Triebwerksmodulen und -komponenten sowie von kompletten Flugzeugtriebwerken und Industriegasturbinen. Zu den Kunden zählen sowohl zivile als auch militärische Hersteller und Betreiber von Flugzeugen und Industriegasturbinen auf der ganzen Welt. Auch in Helikoptern kommen die Produkte von MTU Aero Engines zur Anwendung.

Darüber hinaus ist MTU in der Instandhaltung von Triebwerken tätig und nutzt ihr Know-how aus dem Triebwerksbau auch im Industriegasturbinen-Geschäft. Seine Produkte sind in rund 30% der weltweiten zivilen Flugzeugflotte vertreten. Im Neu- und Ersatzteilgeschäft liegt der MTU-Anteil in der Regel bei 15-20%.

Robustes Geschäftsmodell mit hohen Markteintrittsbarrieren

Die Marktstellung von MTU ist beeindruckend stabil, was zu einem großen Teil in dem Geschäftsmodell begründet liegt. Spezifisches Know-How, ausgiebige Dokumentations- und Zertifizierungsrichtlinien, hohe Anlauf- und Entwicklungskosten sowie eine Null-Toleranz für Fehler bedeuten hohe Eintrittsbarrieren.

Im Bereich der Triebwerksinstandhaltung ist das Unternehmen der weltgrößte unabhängige Anbieter. Das gesamte Geschäft ist einerseits gekennzeichnet von hohen Entwicklungskosten für neue Triebwerke. Andererseits bietet es hohe Visibilität und langfristige Mittelrückflüsse aus dem Wartungsgeschäft. Insgesamt unterhält das Unternehmen ein globales Netzwerk von 10 Reparaturstützpunkten.

MTU’s neue GTF-Technologie reduziert Kraftstoffverbrauch, CO2 und Lärmemissionen und unterstützt somit die entsprechenden Anstrengungen vieler Airlines und erlaubt darüber hinaus geringere Betriebskosten.

Beeindruckende Entwicklung in den letzten Jahren

Mit seiner Positionierung erntete der Konzern in den zurückliegenden Jahren die Früchte seiner früheren Investitionen. Während die Umsätze seit 2010 von 3,58 auf 4,62 Milliarden Euro „nur“ um 29% nach oben kletterten, verbesserte sich der Gewinn deutlich überproportional auf zuletzt 488 Millionen Euro. Die Gewinnmarge lag in 2019 mit 10,5% zudem auf dem höchsten Niveau der vergangenen Jahre.

Corona sorgt für Bremsspuren

Eigentlich hatte der Triebwerksbauer auch für dieses Jahr weiteres Wachstum erwartet. Auf Grund der Coronakrise müssen die Münchener nun aber zurückrudern. Auf Grund des Einbruchs beim Passagierflugverkehr und der Auswirkungen auf die Fluggesellschaften rechnet Firmenboss Rainer Winkler nicht mehr mit einem Erreichen der bisherigen Prognose.

Ursprünglich war MTU beim Umsatz und Vorsteuergewinn (EBIT) von einem hohen einstelligen Plus ausgegangen. Unterdessen hat der Konzern bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Ausgaben herunterzufahren. Anfang letzter Woche hatte MTU bereits die Produktion in Europa weitgehend auf Eis gelegt. Zudem soll der Triebwerksbau für zunächst drei Wochen ruhen, eine Woche später auch die Instandhaltung.

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Instandhaltung und Instandsetzung: Das sind Ihre Pflichten als VermieterNach § 535 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) ist „der Vermieter verpflichtet, dem Mieter den Gebrauch der Mietsache während der Mietzeit zu gewähren“. Der Vermieter hat „die Mietsache in… › mehr lesen


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Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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