Münchner Fußball-Klub geht an die Börse

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Der Münchner Vorort-Klub SpVgg Unterhaching geht an die Börse. Lesen Sie jetzt, was dahinter steckt. (Foto: canadastock / shutterstock.com)

Am vergangenen Donnerstag habe ich hier im Schlussgong über das Investment des schillernden Unternehmens Lars Windhorst beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin berichtet. Dieser Tage sorgt neben dem Hauptstadt-Klub auch ein weiterer Fußball-Verein für Börsen-Schlagzeilen.

Dieser Verein stammt aus dem Landkreis München. Es handelt sich dabei aber nicht um den großen FC Bayern München, sondern um den Vorort-Klub Spielvereinigung Unterhaching. Zwar war die SpVgg Unterhaching auch mal für ein paar Jahre in der Bundesliga, doch aktuell spielt der Verein in der 3. Liga.

Für Börsenschlagzeilen sorgen die Unterhachinger, weil sie an die Börse gehen wollen und damit nach Borussia Dortmund der zweite Fußballverein aus Deutschland sein werden, der börsennotiert ist. Allerdings ist bei Unterhaching verständlicherweise alles eine Nummer kleiner als bei den Dortmundern, die nicht nur im SDax notiert sind, sondern auch als Bayern-Jäger (hier ist die Rede vom FC Bayern München) Nummer 1 gelten.

Details zum Börsengang von Unterhaching

Am vergangenen Freitag wurden folgende Details zum anstehenden Börsengang der Spielvereinigung Unterhaching Fußball GmbH & Co. KGaA an der Börse München bekannt: Das öffentliche Angebot im Rahmen des Börsengangs beginnt am 15. Juli und endet voraussichtlich am 26. Juli dieses Jahres.

Es werden bis zu 954.365 Aktien zu einem Festpreis von 8,10 Euro je Aktie angeboten. Die Aktien stammen vollständig aus einer Kapitalerhöhung. Der gesamte Bruttoemissionserlös aus dem Börsengang in Höhe von 7,7 Mio. Euro wird der Gesellschaft zufließen.

Innerhalb des öffentlichen Angebots hat jeder Interessent die Möglichkeit, über seine Haus- oder Depotbank durch eine Kauf-Order an der Börse München Aktien der Spielvereinigung Unterhaching zu erwerben. Dabei ist auf die Gültigkeit der Order bis zum Ende der Zeichnungsfrist am 26. Juli 2019 zu achten.

Die finanziellen Mittel, die durch den Börsengang eingenommen werden, sollen dem Verein Planungssicherheit für die kommenden 3 Jahre ermöglichen. In dieser Zeit ist der Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga das Ziel.

Talente sollen zukünftig gehalten werden

In der Vergangenheit hat die durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgezeichnete Nachwuchsförderung der Spielvereinigung zwar regelmäßig Talente hervorgebracht, die für Transfererlöse sorgten, doch um den Aufstieg ernsthaft anzugehen, sollen die Top-Talente zukünftig gehalten und der Kader darüber hinaus gezielt verstärkt werden.

Derjenige, der die SpVgg Unterhaching an die Börse bringen soll, ist übrigens kein Unbekannter in Fußball-Deutschland. Es handelt sich dabei um Manfred Schwabl, einen ehemaligen Spieler des FC Bayern, der in den 1980ern auch 4 Mal für die DFB-Auswahl spielte. Schwabl ist Präsident des Vereins Spielvereinigung Unterhaching und Geschäftsführer der Fußball GmbH & Co. KG.

Abschließend möchte ich noch einmal meine Einschätzung vom vergangenen Donnerstag bzgl. Fußball-Investments wiederholen: Für mich ist Fußball ein schönes Hobby, allerdings nie ein Investment wert. Ich halte weder von Fußball-Aktien noch von Fußball-Anleihen viel. Wenn man sie als Fan erwirbt, ist das okay, als Investor sollten Sie davon meines Erachtens eher die Finger lassen.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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