Mutares: Hier war zuletzt einiges los

Lesen Sie jetzt, was sich in den vergangenen Wochen bei der Beteiligungsgesellschaft Mutares getan hat. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Über die Beteiligungsgesellschaft Mutares habe ich Ihnen an dieser Stelle bereits einige Male geschrieben. Seitdem ich Ihnen das letzte Mal über Mutares berichtet habe, ist einiges passiert.

Das Unternehmen teilte Ende Februar mit, dass es Veränderungen im Vorstand geben wird. Völlig überraschend wurde Dr. Axel Geuer, einer der beiden Gründer von Mutares, mit sofortiger Wirkung abberufen.

Angesichts der Tatsache, dass in der entsprechenden Meldung weder ein Grund für das sofortige Ausscheiden von Dr. Geuer genannt wurde, noch die üblichen Dankesworte enthalten waren, ging der Kurs der Mutares-Aktie, der sich zuvor über Wochen sehr positiv entwickelt hatte, in den Sinkflug.

Zu dem deutlichen Kursrückgang dürfte auch die Tatsache, dass Dr. Geuer Großaktionär bei Mutares ist, beigetragen haben. Schließlich war zu dem Zeitpunkt durchaus denkbar, dass er seine Anteile wenig kursschonend über die Börse verkauft.

Doch kurze Zeit später veröffentlichte Mutares ein Statement, aus dem hervorging, dass Geuer dem Unternehmen weiterhin beratend zur Seite steht und dass er darüber hinaus an seinen Anteilen festhalten will. Das sorgte für eine erste Gegenbewegung.

Deutlich gestiegener NAV und möglicher STS-Börsengang

Ebenso sorgte der deutlich gestiegene NAV (Substanzwert je Aktie) für weitere Kurssteigerungen. Mutares hat mitgeteilt, dass der neue NAV bei 25,70 Euro je Aktie liegt und damit deutlich über dem vorherigen Wert von 20,77 Euro.

Ein weiterer Kurstreiber: Mutares hat kürzlich angekündigt, dass die Beteiligungsgesellschaft mögliche Optionen für die Beteiligung an der STS Group AG, einem LKW-Zulieferer, der zugleich die größte Beteiligung von Mutares ist, prüfe. Hier sei im Rahmen eines Teil-Exits (teilweiser Verkauf der STS-Beteiligung) auch ein Börsengang möglich.

Die STS Group macht derzeit rund 220 Mio. Euro des Substanzwerts von Mutares aus. Der Automotive-Bereich von Mutares (dem STS zuzurechnen ist), wird insgesamt mit 240 Mio. Euro bewertet. Der Substanzwert des gesamten Portfolios von Mutares liegt bei 398,6 Mio. Euro. Dieser Wert ergibt geteilt durch die Anzahl der Mutares-Aktien den NAV je Aktie von 25,70 Euro.

Der Wertansatz von STS sei jedoch laut Mutares-Management eher konservativ. Ich sehe beim Wert der gesamten Automotive-Sparte noch Luft nach oben. Denn dieser Bereich wird mittelfristig auf einen Umsatz zwischen 400 und 500 Mio. Euro kommen und es wird eine Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) von 12% erwartet.

Daraus ergibt sich unter Verwendung branchenüblicher Multiplikatoren mittelfristig ein Zielwert von mindestens 350 Mio. Euro. Erhöht sich der Wert der anderen Portfolio-Unternehmen auch nur minimal, ergibt sich daraus ein recht deutliches Potenzial beim NAV. Steigt der NAV von aktuell 25,70 Euro je Aktie weiter, sollte auch die Mutares-Aktie über die alten Höchststände klettern.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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