Nach dem BrExit steht auch die EU zur Diskussion

Eines der großen Themen 2016 war ohne Frage der BrExit.

Bis jetzt ist aber noch gar nicht klar, wie der denn tatsächlich über die Bühne gehen soll. Fest steht bis jetzt nur, dass die Briten wohl bis zum März den offiziellen Antrag stellen wollen.

Danach können wir uns auf zähe Verhandlungen einstellen, denn so etwas hat es eben in der Geschichte der EU noch nicht gegeben.

Brexit – Der Anfang vom Ende der EU und des Euro?

Die grundsätzlichen Auswirkungen dieser britischen Entscheidung gehen dabei weit über die Landesgrenzen hinaus:

Ich bewerte den BrExit als den Anfang vom Ende der EU – und damit auch der Gemeinschafts-Währung Euro; mit dem BrExit tritt der Todeskampf des Euro in seine finale Phase.

Meiner Überzeugung nach werden dem Austritt Großbritanniens weitere Länder folgen. Dies führt dazu, dass das Europa-Projekt in seiner jetzigen Form und der Euro über kurz oder lang Geschichte sein werden.

Ein weiteres Indiz dafür, dass es jetzt bergab geht: Die Schweiz hat vor Kurzem ihr Beitritts-Gesuch zur EU zurückgezogen.

Nach dem Nationalrat hat jetzt auch der Ständerat der Schweiz, die sogenannte kleine Kammer des schweizerischen Parlaments, den Rückzug des EU-Beitritts-Gesuchs von 1992 beschlossen.

EU verliert immer mehr an Anziehungskraft

Das ist neben dem BrExit ein deutlicher Hinweis darauf, dass die EU massiv an Anziehungskraft verloren hat und ein erstes Zeichen für den beginnenden Zerfall.

Und das ist auch ganz logisch, denn: Große Gebilde wie die EU können historisch betrachtet meist nur so lange überleben, wie sie immer größer werden.

Auch das Römische Imperium war nur so lange stabil, wie es immer weiter expandieren konnte.

Als dieses Wachstum an seine Grenzen stieß, setzte ein Zerfalls-Prozess ein, der schließlich zur Auflösung des Imperium Romanum führte.

Ähnlich wird es auch der EU ergehen. Der BrExit zeigt Ihnen, dass die EU nicht mehr vorbehaltlos eine unauflösliche Gemeinschaft von Staaten ist.

Bereits seit geraumer Zeit schwelt es in vielen Mitgliedsstaaten, weil die Unzufriedenheit über die Politik in Brüssel aus den verschiedensten Gründen zunimmt.

Das könnte in absehbarer Zeit zur Folge haben, dass es in weiteren Staaten zu Austritts-Bestrebungen kommt.

Sollte es tatsächlich so weit kommen, wird sehr schnell das komplette Ende der EU eingeläutet werden.

Damit ist dann auch der Euro gescheitert, denn ohne den Überbau der EU hat auch die Einheits-Währung keine Existenz-Grundlage mehr.

2. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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