Nach Siemens-Tochter sollen weitere Börsengänge folgen

Erfahren Sie jetzt, welche Börsengänge in Deutschland in diesem Jahr anstehen und wie groß das Volumen der Börsengänge ausfallen dürfte. (Foto: Cineberg / Shutterstock.com)

Gestern habe ich Ihnen an dieser Stelle über den bevorstehenden Börsengang der Siemens-Medizintechnik-Sparte Healthineers berichtet. Der Börsengang soll auf ein Volumen von rund 7 Mrd. Euro kommen und noch vor Ostern über die Bühne gehen. Es würde sich dabei um den größten Börsengang hierzulande seit mehr als 20 Jahren handeln und um den zweitgrößten Börsengang insgesamt in Deutschland (den Rekord hält noch immer die Deutsche Telekom).

Weitere Informationen zum Börsengang von Siemens Healthineers entnehmen Sie bitte dem gestrigen „Schlussgong“. Heute möchte ich mich auf weitere anstehende Börsengänge in Deutschland in diesem Jahr konzentrieren und kurz auf das aktuelle Marktumfeld für Börsengänge eingehen.

IPO-Volumen von 13 Mrd. Euro erwartet

Insgesamt erwarten Experten ein IPO-Volumen (Volumen der Börsengänge) in Höhe von 13 Mrd. Euro für 2018 in Deutschland. Diese Prognose hat allerdings nur dann Bestand, wenn der Gesamtmarkt keinen Strich durch die Rechnung macht.

Unter anderem steht die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank, die DWS, in den Startlöchern. Darüber hinaus werden im laufenden Jahr noch Börsengänge des Fahrzeug-Zulieferers Knorr-Bremse, des Wissenschaftsverlags Springer Nature und des Wohnmobilherstellers Knaus-Tabbert erwartet.

Zudem hat heute der IT-Sicherheits-Spezialist Cyan einen Börsengang angekündigt. Dieser soll im 1. Halbjahr 2018 stattfinden. Cyan strebt in das im vergangenen Jahr neu gegründete Mittelstands-Segment Scale.

Cyan ist nach eigenen Angaben ein 2006 gegründeter, führender europäischer Anbieter von intelligenten White-Label IT-Sicherheitslösungen mit Holdingsitz in München. Mittels der Einnahmen im Zuge des anstehenden Börsengangs will das Unternehmen das weitere Wachstum vor allem bei Anwendungen für mobile Geräte finanzieren.

Mittelfristig strebt auch Wintershall DEA an die Börse, wo jedoch zunächst unter BASF-Führung die geplante Fusion über die Bühne gehen muss. Die BASF-Tochter Wintershall ist der größte deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent und hat seinen Sitz in Kassel. DEA ist ebenfalls ein Öl- und Gasunternehmen.

Bereits erfolgt sind die Börsengänge des Wohnprojektentwicklers Instone und des Medikamentenanbieters Dermapharm, die inmitten der turbulenten Börsenphase der vergangenen Wochen stattfanden und auf IPO-Volumen von 428 und 377 Mio. Euro kamen.

Umfeld für Börsengänge nach wie vor positiv

Die durchschnittliche KGV-Bewertung (KGV = Kurs-Gewinn-Verhältnis) deutscher Aktien liegt aktuell im Bereich des historischen Mittelwerts. Damit sind Aktien in Deutschland unter dem Strich nicht zu hoch bewertet.

Die jüngsten Turbulenzen haben zwar dazu geführt, dass die Risikobereitschaft der Anleger etwas zurückgegangen ist. Dennoch ist die Stimmung – und damit auch das Umfeld für Börsengänge – nach wie vor eher positiv.

Ausblick: Morgen erfahren Sie an dieser Stelle mehr über den geplanten Börsengang der DWS, der Vermögensverwaltungs- und Fonds-Tochter der Deutschen Bank.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Rolf Morrien. Zusätzlich erhalten Sie kostenlose E-Mail Updates zu den profitabelsten Börsengeschäften.

Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt