Nach starken Zahlen sehen Analysten für diesen TecDAX-Wert noch viel Potenzial

Neue Woche, altes Bild: Der DAX schafft es einfach nicht, sich aus seiner wochenlangen Seitwärts-Bewegung zu befreien.

Weiterhin dümpelt der deutsche Leitindex vor sich hin und notiert zu Wochenbeginn knapp unterhalb der 10.700-Punkte-Marke.

Mit einer stärkeren Kursbewegung rechnen viele Beobachter mittlerweile erst wieder ab dem 8. November.

Dann entscheidet womöglich der Ausgang der US-Wahl zwischen Hillary Clinton und Donald Trump über die Richtung, die die Aktienmärkte in den kommenden Wochen einschlagen werden.

Dabei gab es in den vergangenen Tagen – und auch heute – durchaus eine Reihe an positiven Nachrichten sowohl von der Konjunktur- als auch von der Unternehmens-Seite.

Zumindest eine Meldung beeinflusste dabei den Aktienkurs eines Konzerns ganz deutlich: Das Papier von RIB Software sprang zwischenzeitlich um über 4% nach oben.

Gewinn steigt um fast 1/3

Der Spezialist für Bausoftware präsentierte heute früh starke Zahlen zum 3. Geschäfts-Quartal.

So stieg der Konzern-Umsatz des TecDAX-Unternehmens in den ersten 9 Monaten im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum um 23,6% auf 70,8 Mio. €.

RIB profitierte dabei auch von Übernahmen – diese herausgerechnet, bleibt aber auch noch ein Umsatzplus von 14,0% auf 65,1 Mio. €.

Den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte das Unternehmen in den ersten 9 Monaten des Jahres um starke 24,3% auf 17,9 Mio. € erhöhen.

Das operative Ergebnis vor Steuern (operatives EBT) stieg im Berichts-Zeitraum sogar um 32,9% auf 10,9 Mio. €.

Optimistische Analysten

Die bereits erwirtschafteten Zahlen stimmen nun die Analysten optimistisch. So rechnet Sebastian Droste von der Investmentbank Equinet mit einem starken Schlussquartal.

RIB hatte Mitte September im Zuge der Gründung eines Joint Ventures mit dem US-Auftrags-Fertiger Flex bereits seine Ergebnis-Prognose angehoben:

Das bereinigte Ebitda soll 2016 zwischen 27 und 32 Mio. € landen. Droste erwartet nun das obere Ende dieser Spanne.

Auch Lars Dannenberg von der Privatbank Hauck & Aufhäuser ist vom Wachstumskurs des Software-Spezialisten überzeugt und empfindet die Aktie vor diesem Hintergrund als unterbewertet.

Tatsächlich notiert die Aktie aktuell leicht unterhalb seines Jahreshochs von 12,65 € vom vergangenen Dienstag. Nach oben hin sehen Analysten im Schnitt noch ein Potenzial von über 10%.

Für Sie ist schließlich auch der aktuelle Trend interessant: Die Aktie befindet sich seit Juni in einem gesunden Aufwärts-Kanal – und hebt sich so von der allgemein lähmenden Börsen-Stimmung deutlich ab.

31. Oktober 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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