Nachfrage auf dem Stahlmarkt stabilisiert sich

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Der Handelsstreit zwischen den USA und China sorgte für eine Nachfrageschwäche beim Stahl, doch so langsam stabilisiert sich die Nachfrage wieder. (Foto: Mr. Kosal / shutterstock.com)

Auf dem weltweiten Stahlmarkt verbesserte sich insgesamt die Nachfrage, und die globale Rohstahlerzeugung stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die europäischen Flachstahlhersteller verzeichneten in den ersten 9 Monaten 2018 ein Plus der Auftragseingänge bei leicht gestiegenen Preisen. Dennoch bleibt die Stabilität des europäischen Stahlmarktes fragil, da der zunehmende Protektionismus Gefahren für das Marktgleichgewicht birgt. Die von den USA im März 2018 eingeführten WTO-widrigen 25%igen Importzölle auf Stahl, von denen die EU, Kanada und Mexiko zeitweise ausgenommen waren, sind seit Juni 2018 auch für Einfuhren aus diesen Regionen in Kraft.

Um eine drohende Schädigung der heimischen Industrie durch massiv steigende Einfuhren als Folge möglicher Umleitungseffekte abzufedern, hat die EU vorläufige Schutzmaßnahmen auf ein breites Stahl- und Rohrspektrum eingeführt. Diese nehmen die Form von Zollkontingenten auf Basis der durchschnittlichen Importe der Jahre 2015 bis 2017 an. Erst wenn die produktspezifischen Kontingente überschritten werden, kommt ein Zoll in Höhe von 25% zur Anwendung.

thyssenkrupp: Aus 1 mach 2

thyssenkrupp bringt die strategische Neuausrichtung auf den Weg. Der Aufsichtsrat hat den Plänen des Vorstands zur Teilung des Konzerns in zwei unabhängige Unternehmen zugestimmt. Die Industriegüter- und die Werkstoffgeschäfte sollen künftig jeweils als eigenständige, börsennotierte Unternehmen geführt werden.

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Mit der beschlossenen Neuaufstellung macht der Konzern einen mutigen Schritt nach vorne. Durch die Aufteilung sollen die Geschäfte näher an ihre Kunden rücken und noch leistungsfähiger werden. Das ist auch im Interesse von Aktionären, Kunden und Mitarbeitern. Das Geschäftsjahr 2018 hat thyssenkrupp solide abgeschlossen. Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 5%, und der Auftragseingang erreichte einen neuen Höchststand.

Der Kupfermarkt ist intakt

Zum Jahresende nimmt die Aktivität auf dem Kupfermarkt traditionell ab, das war auch 2018 nicht anders. Unabhängig davon hat der Kupferpreis im Dezember deutlich nachgegeben und fiel unter die Marke von 6.000 $/t. Grund hierfür war eine zwischenzeitliche Angst eines erneuten Anfachens der Auseinandersetzungen zwischen den USA und China. Dagegen schien die Anzahl der Ankündigungen nicht weniger zu werden: Spannend waren insbesondere die zahlreichen Aussagen der Minenindustrie zur Ausweitung der Produktionskapazitäten in den nächsten Jahren.

Dies könnte sich positiv auf die Verfügbarkeit von Kupferkonzentrat auswirken. Unter Kupferkonzentrat versteht man aufbereitetes Kupfererz mit einem durchschnittlichen Kupfergehalt von etwa 30%. Nach mehreren Jahren mit geringeren Investitionen in neue Minenvorkommen und einem stärkeren Fokus auf die Produktionseffizienz wollen die großen Minenunternehmen vermehrt investieren.

Das Geschäftsjahr 2018 hat Aurubis mit einem sehr guten Vorsteuerergebnis abgeschlossen. Positiv wirkte sich ein höherer Konzentratdurchsatz aufgrund guter Performance der beiden Standorte Hamburg und Pirdop aus. Auch die Absatzmärkte entwickelten sich positiv: Sowohl bei Gießwalz- als auch bei Flachwalzprodukten konnte Aurubis die Absätze steigern.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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