Nanogate: Starke Zahlen und höhere Umsatz-Prognose

Heute habe ich in der Nähe von Frankfurt eine Analysten-Konferenz besucht, auf der sich zahlreiche kleine und mittelgroße börsennotierte Firmen aus Deutschland präsentiert haben.

Eines dieser Unternehmen ist Nanogate.

Über Nanogate habe ich in der Vergangenheit bereits einige Male geschrieben. Da zwischenzeitlich jedoch Einiges passiert ist, möchte ich heute ein weiteres Mal darüber berichten.

Bevor ich auf die jüngsten Entwicklungen, das aktuelle Zahlenwerk und die Zukunfts-Aussichten eingehe, stelle ich Ihnen die Nanogate AG kurz vor.

Nanogate im Kurzportrait

Die Nanogate AG ist in Deutschland der Spezialist für innovative Oberflächen.

So bietet Nanogate beispielsweise Beschichtungen für Kunststoff-Oberflächen an, die von der Optik her so edel wirken wie die Glasoberfläche des iPhones von Apple.

Der Vorteil dieser Oberflächen ist, dass sie kratz- und bruchfest sind. Auch die Witterungs- und Chemikalien-Beständigkeit von Oberflächen kann durch Nanogate-Technologie deutlich verbessert werden.

So verhindert sie z. B. die Bildung von Beschlag auf Helmvisieren, wodurch die Sichtverhältnisse und somit die Sicherheit eines Motorradfahrers stark verbessert werden.

Vorläufige Zahlen und höhere Prognose

Nach vorläufigen Zahlen ist der Umsatz der Nanogate AG im Geschäftsjahr 2016 auf rund 110 Mio. € angestiegen. Dieser Wert liegt über der ursprünglichen Prognose.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte wir zuvor angekündigt einen Wert von mehr als 12 Mio. €.

Viel wichtiger aber als die Zahlen für 2016 sind in diesem Fall die Prognosen für 2017.

In diesem Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 160 Mio. € (vorherige Prognose: 150 Mio. €) und einem EBITDA von mind. 18 Mio. €.

Grund für die höhere Umsatz-Prognose ist die nunmehr ganzjährige Konsolidierung der neuen Mehrheits-Beteiligung Nanogate Jay Systems LLC.

Ursprünglich war eine Konsolidierung erst zum 1. April 2017 erwartet worden. Ralf Zastrau, Vorstandsvorsitzender der Nanogate AG, äußerte sich dazu wie folgt:

„Nanogate hat 2016 erhebliche Fortschritte bei der Umsetzung seiner Wachstums-Strategie erreicht. Operativ wie strategisch haben wir den Konzern in eine neue Dimension geführt.“

Weiterhin sagte er:

„Dank der starken Nachfrage nach designorientierten, multifunktionalen Oberflächen und Komponenten verzeichnen wir erneut einen Rekord-Umsatz.

Zugleich etablieren wir uns dank der neuen Mehrheits-Beteiligung an der Nanogate Jay Systems als globaler Anbieter.“

Fazit: Ein interessanter Wachstumswert

Aufgrund der starken und zuletzt auch erfolgreichen Expansion (v. a. durch Übernahmen) bleibt die Nanogate AG aus meiner Sicht ein interessanter Wachstumswert.

Zwar ist die Nanogate-Aktie aktuell mit einem hohen 2-stelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ambitioniert bewertet, doch das starke Wachstum relativiert die hohe Bewertung.

Hinzu kommt, dass der Konzern schon im kommenden Jahr einen Gewinn von knapp 1 € je Aktie erzielen könnte. Daraus würde sich auf Basis des aktuellen Aktienkurses ein 2018er-KGV von rund 43 ergeben.

Folglich ist eine Investition in die Nanogate-Aktie sicherlich mit einigen Risiken verbunden. Dafür könnten hohe Gewinne winken, wenn die Firma ihre ambitionierten Wachstumsziele in Zukunft erreichen sollte.

14. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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